Wuppertal (ots) - Seit Anfang des Monats meldeten mehrere Bürgerinnen und Bürger des Bergischen Städtedreiecks einen Betrüger, der mit der sogenannten Schlüsseldienstmasche auftrat. Der Mann gab vor, ein neuer Nachbar zu sein der sich ausgeschlossen habe und dringend Geld für den Schlüsseldienst benötige. In vielen Fällen ging der Betrüger leer aus, in einigen Fällen händigten hilfsbereite Menschen Geld aus. Dabei erbeutete der Täter mehrere tausend Euro. Entsprechende Taten wurden aus Wuppertal, Solingen und Remscheid, Mettmann, Düsseldorf und Neuss gemeldet. (S. u. a. auch Pressemeldung v. 25.06.2018, 11:42 Uhr - Betrüger täuscht Notlage vor: Polizei warnt vor Schlüsseldienstmasche.)

Die umfangreichen Ermittlungen der Kriminalpolizei führten zu einem 48-jährigen Tatverdächtigen aus Wuppertal, der bereits in der Vergangenheit wegen zahlreicher gleichartiger Delikte aufgefallen und deswegen auch zu Haftstrafen verurteilt worden war. Es besteht der Verdacht, dass er nach Ende seiner Inhaftierung im März 2018 wieder mit seiner alten Betrugsmasche aktiv geworden ist. Auf Antrag der Wuppertaler Staatsanwaltschaft erließ das zuständige Amtsgericht Haftbefehl gegen den Beschuldigten.

Am heutigen Freitagmorgen, gegen 06.30 Uhr, vollstreckten Beamte der Wuppertaler Kripo den Haftbefehl und einen Durchsuchungsbeschluss. Der mutmaßliche Betrüger konnte an seiner Wohnanschrift in Wuppertal festgenommen werden. Bei der Durchsuchung stellten die Polizisten offenbar gestohlene Ausweise und Dokumente sicher, die auf weitere Taten hindeuten. Die umfangreichen Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an. (am)

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