Als „Einstand“ in seine Intendanz startete Berthold Schneider im September 2016 unter anderem mit Steve Reichs Video-Oper Three Tales in die Spielzeit 2016/17. Eine Produktion, die vorher noch nie an einem Stadttheater gespielt wurde, sondern nur auf Festivals lief. „Wir schauen darauf, was Oper mit den Menschen und den Lebenswirklichkeiten des 21. Jahrhunderts zu tun hat, ganz gleich wann ein Werk auch komponiert worden ist“, erläuterte Schneider damals seine künstlerische Entscheidung. Zu Beginn des neuen Jahres präsentiert die Oper noch vier Mal die Videoproduktion.

Three Tales im Opernhaus Wuppertal: Hier Tickets bestellen.

Vorstellungen:

  • Samstag, 3. Februar 2018, 20 Uhr
  • Sonntag, 4. Februar 2018, 20 Uhr
  • Sonntag, 11. Februar 2018, 20 Uhr
  • Sonntag, 4. März 2018, 20 Uhr

Three Tales ist die zweite Gemeinschaftsproduktion von Steve Reich (Musik) und Beryl Korot (Video) nach "The Cave". Die dokumentarische Video-Oper schildert das 20. Jahrhundert als eine Zeit der technologischen Dominanz, ihrer Versprechen und Katastrophen. Die Akten tragen die Titel Hindenburg, Bikini und Dolly und beschreiben drei Ereignisse des Technologiezeitalters.

Den Absturz des Zeppelins Hindenburg in Lakehurst 1937 nach der ersten Atlantiküberquerung. Während der Landung geht das Luftschiff in Flammen auf und wird zu einem Symbol für die technische Hybris des 20. Jahrhunderts. Die Atombombentests auf dem Bikini-Atoll zwischen 1946 und 1954. Tests, durchgeführt von den amerikanischen Streitkräfte, die die Inseln dauerhaft unbewohnbar machen. Und als drittes Beispiel, das erste Klonen des Schafes Dolly im Jahr 1997 in Schottland. Als Dolly im Alter von nur 6 Jahren stirbt, weist das Schaf Alterserscheinungen auf, die Wissenschaftler darauf zurückführen, dass es aus der Zelle eines erwachsenen Tieres stammt.

Beispielhaft werden Wachstum und Auswirkungen der technologischen Entwicklungen des vergangenen Jahrhunderts, von den Anfängen der Flugtechnik bis hin zur ethischen Diskussion über die Zukunft des Menschen thematisiert. Ein bahnbrechendes Werk des ausgehenden 20. Jahrhunderts, das inhaltlich und formal neue Wege beschreitet. Die Aufführung der Oper Wuppertal, in englischer Sprache mit deutschen Übertiteln, wird das dokumentarische Werk in einer installativen Situation mit dem Publikum auf der Bühne erlebbar machen.


Musikalische Leitung: Michael Cook
Ensemble: Nina Koufochristou (Sopran), Ralitsa Ralinova (Sopran) Christian Sturm (Tenor), Andreas Karasiak (Tenor) und Dustin Smailes (Tenor).

Vorstellungen:

  • Samstag, 3. Februar 2018, 20 Uhr
  • Sonntag, 4. Februar 2018, 20 Uhr
  • Sonntag, 11. Februar 2018, 20 Uhr
  • Sonntag, 4. März 2018, 20 Uhr

Tickets für alle Aufführungen könnt ihr hier bestellen.