Schon am Vohwinkel-Tag im September, unterstützte ein Team der Deutschen Bank im Rahmen der sogenannten „Social Days“, dem konzernweiten Programm der Bank zur Förderung des ehrenamtlichen Engagements ihrer Mitarbeiter, das Kinderhaus Luise Winnacker. 1.000 Euro kamen im Herbst 2017 unter anderem durch den Verkauf von Kaffee und Kuchen zusammen. Spendengelder, die dringend benötigt wurden. Jetzt kamen noch einmal 3.360 Euro hinzu. Einen entsprechenden Scheck überreichten Ingo Ottmann, Marktgebietsleiter Privatkunden Wuppertal und der Direktor der Filiale Vohwinkel der Deutschen Bank, Kai Kitzelmann, an die Geschäftsführerin des Kinderhauses, Kerstin Spitzl.

Begeistert von dem großen Engagement in dem Kinderhaus am Rutenbecker Weg und den Erfahrungen auf dem Vohwinkel-Tag hatte sich Kai Kitzelmann in den zurückliegenden Monaten intensiv bei der „Deutsche Bank Stiftung West“ um weitere Gelder für das Projekt bemüht. Die Stiftung unterstützt zusammen mit gemeinnützigen Partnern unter anderem Bildungsprojekte, die Kindern und Jugendlichen helfen, ihr Potenzial zu entfalten und steht gemeinnützigen Organisationen und Sozialunternehmen mit Fachkompetenz beratend zur Seite.

Für Kitzelmann der richtige Ansprechpartner. Denn: „Wir engagieren uns für das Kinderhaus, weil es ein wichtiges Bildungsprojekt ist, von dem sowohl benachteiligte Schüler als auch Lehramtsstudenten profitiere. Die Kinder haben hier die Chance ihr Potenzial zu erkennen und wichtige Lebens- und Sozialkompetenzen zu erwerben. Die Lehramtsstudenten können theoretisch erlangtes Wissen vor Ort in der Praxis umzusetzen“, erläutert Kitzelmann das Engagement. Pädagogische Ziele, die auch die mitarbeiterinitiierte „Deutsche Bank Stiftung West“ unterstützt. Und Ingo Ottmann ergänzt: „Wir waren von Anfang an von der Arbeit die hier im Hause geleistet wird, sehr beeindruckt. Von daher freuen wir uns, erneut helfen zu können.“

Das 1995 gegründete Kinderhaus ist anerkannter Träger der freien Jugendhilfe und ein außerschulischer, besonderer Lernort. „Ein Rückzugsort für Kinder, die vom staatlichen Schulsystem ausgesondert wurden. Hier lernen sie nicht Mathe oder Physik, sondern Kooperation, Vertrauen und Zuversicht,“ erläutert Kerstin Spitzl.

Unter der Zielsetzung „Lebenskompetenz erwerben“ bietet das mehrfach ausgezeichnete, innovatives Bildungsprojekt seinen Schützlingen verschiedenste Aktivitäten: Sportunterricht, Naturerfahrungen und Gärtnern, Reitstunden, gemeinsames Kochen sowie Nähen und Schneidern. Lehramtsstudierende betreuen die etwa 170 Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 16 Jahren. Sie können so Praxiserfahrung für ihren späteren Lehrberuf sammeln.

Mit einem Jahresetat von rund 130.000 Euro versucht Kerstin Spitzel, die 2008 die Geschäftsführung des Fördervereins „Kinderhaus Luise Winnacker“ e.V. übernahm, das alles zu stemmen. Ihr Wunsch für 2018: Zumindest eine Mitarbeiterstelle finanziert zu bekommen. Bisher hat sie vergeblich darum gekämpft. „Von daher freuen wir uns über jede Unterstützung.“