Am 3. März 2018 erlebt Bohuslav Martinůs 1938 uraufgeführte Oper ›Julietta‹ in der Regie von Inga Levant Premiere an der Oper Wuppertal. Nachdem dies zu unrecht lange vergessene Werk des Komponisten in jüngster Zeit an großen internationalen Häusern in Zürich, London, Berlin, Prag und Paris zu sehen war, stellt die Oper Wuppertal ›Julietta‹ erstmals im Westen vor. Bohuslav Martinů gehört neben Leoš Janáček zu den bedeutendsten tschechischen Opernkomponisten des 20. Jahrhunderts. Seine lyrische Oper ›Julietta‹ ist inspiriert von dem Stück ›Juliette ou la clé des songes‹ von Georges Neveux und zeigt eine unverkennbar surrealistisch-impressionistische Färbung.

Premiere: Sa. 03. März 2018, 19:30 Uhr, Opernhaus  

Weitere Vorstellungen im Opernhaus:

  • So. 11. März 2018, 19:00 Uhr
  • Fr. 23. März 2018, 19:30 Uhr
  • Sa. 14. April 2018, 19:30 Uhr
  • So. 17. Juni 2018, 16:00 Uhr

Die Handlung folgt dem Buchhändler Michel (Sangmin Jeon), den die Erinnerung an eine junge Frau nicht loslässt. Jahre später kehrt er zurück in die Stadt ihrer flüchtigen Begegnung. Doch alle Menschen, die hier wohnen, haben ihr Gedächtnis verloren. Auf der Suche nach Julietta verliert sich Michel in die surreale Welt seiner eigenen Erinnerung, zwischen Wahrheit und Illusion. »Alles Reale erscheint fiktiv, und alle Fiktionen nehmen die Gestalt von Realität an«, schreibt Bohuslav Martinů im Vorwort zu Julietta.

Die israelische Regisseurin Inga Levant ist dem Wuppertaler Publikum durch ihre Inszenierung von ›Hoffmanns Erzählungen‹ (Giulietta Akt) in Zusammenarbeit mit den Regisseuren Christopher Alden, Charles Edwards und Nigel Lowery bekannt. Man darf daher erneut auf eine spielfreudige, bunte Inszenierung gespannt sein.

Fast alle Rollen sind aus dem hauseigenen Ensemble besetzt. Sangmin Jeon und Ralista Ralinova sind als Michel und Julietta in den Hauptrollen zu erleben. Die vielen Rollenwechsel der verschiedenen Stadtbewohner vollziehen u.a. die Gewinnerin des Cardiff Singer of the World 2017, Catriona Morison, Simon Stricker, Sebastian Campione sowie in den kleineren Rollen Mitglieder des Opernchores. Die musikalische Leitung übernimmt Johannes Pell, der kürzlich für sein Dirigat bei ›Surrogate Cities/ Götterdämmerung‹ von der Fachpresse gefeiert wurde.