Am 25.11.2016 ist das neue Landesnaturschutzgesetz in Kraft getreten. Eine Änderung des §58 im Landesnaturschutzgesetz dehnt die Reitmöglichkeiten im Wald deutlich aus. So tritt ab dem 01.01.2018 eine neue Regelung in Kraft, wonach es künftig erlaubt sein wird, auf öffentlichen Verkehrsflächen, gekennzeichneten Reitwegen und auf allen privaten Straßen und Fahrwegen zu reiten.

Maria Schürmann, umweltpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion erläutert die Gründe für den Änderungsantrag der Fraktionen von CDU und SPD zur Verwaltungsdrucksache in der heutigen Sitzung des Umweltausschusses: „Die Waldwege im Wuppertaler Stadtgebiet sind Teil der Naherholung und werden insbesondere an den Wochenenden und nach Feierabend durch Spaziergänger, Sportler, Familien, Radfahrer und Hundebesitzer genutzt. Außerdem ist in Wuppertal bereits ein gutes Reitwegenetz vorhanden, das mit städtischen Mitteln vor einigen Jahren eingerichtet wurde. Die Waldwege nun auch für das Reiten freizugeben, erhöht das ohnehin in Teilen schon vorhandene Konfliktpotential und lässt das Risiko von Unfällen deutlich ansteigen. Daraus können sich unter Umständen auch haftungsrechtliche Fragen auf den Privatflächen ergeben. Darüber hinaus sind auch Wegeschäden zu befürchten, da viele Privat- und Waldwege nicht für den Reitsport ausgelegt sind. Dies würde auch zu deutlichen Mehrkosten bei der Instandhaltung der Wege führen. Auch die Landwirte befürchten erhebliche Auswirkungen auf ihre Flächen durch die Freigabe der privaten Straßen und Fahrwege für den Reitsport.“

Die CDU-Politikerin macht deutlich: „Deshalb haben die Fraktionen von CDU und SPD beantragt, bei der bestehenden Regelung im gesamten Stadtgebiet zu bleiben und die Reitwege weiterhin auf das gekennzeichnete Reitwegenetz in Wuppertal zu beschränken. Die von der Verwaltung vorgeschlagene Regelung, das Gebiet östlich der A1 für das Reiten auch auf privaten Straßen und Fahrwegen freizugeben, lehnen wir in der heutigen Ausschusssitzung ab.“