GEW ruft Lehrer zum Streik am 23. November auf

Grundschule Alarichstraße in Barmen (Foto: M. Achteburg)

Bis zum gestrigen Montag (20. November) sind die Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst der LĂ€nder ohne Angebot geblieben. „Damit provozieren die Arbeitgeber den Warnstreik. Bei der GEW in Wuppertal laufen dafĂŒr die Vorbereitungen“, teilt die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaften mit. Sie ruft die Angestellten in der Wuppertaler Schulen fĂŒr Donnerstag (23. November) zu einem Warnstreik auf.

„Die Zusatzaufgaben in der Schule werden immer umfangreicher, der LehrkrĂ€ftemangel steigt stĂ€ndig. Die Kolleginnen und Kollegen halten alles am Laufen und wollen nicht mehr als ihnen zusteht: Anerkennung fĂŒr ihre Arbeit.“ So bringt es Richard Voß vom Leitungsteam der GEW auf den Punkt. „Die hohe Inflation der vergangenen Jahre frisst die GehĂ€lter auf, gleichzeitig werden die Belastungen immer höher. Die Arbeitgeber suchen hĂ€nderingend Seiteneinsteiger*innen und andere FachkrĂ€fte – dann muss man die auch anstĂ€ndig bezahlen. Das Angebot muss so gut sein, damit sich mehr Menschen fĂŒr den Bildungsbereich entscheiden. Der Ball liegt jetzt bei den Arbeitgebern.“

Die Arbeitgeber seien jetzt gefragt zu beweisen, ob die Sonntagsreden zur Bildung auch wirklich etwas wert sind. „Der öffentliche Dienst muss attraktiver werden. Wer in Zeiten hoher Inflation die BeschĂ€ftigten am langen Arm verhungern lĂ€sst, gefĂ€hrdet die Zukunftschancen unseres Landes,“ erklĂ€rt Martina Haesen-Maluck vom Leitungsteam der GEW.

  • Die Gewerkschaften fordern 10,5 Prozent mehr Gehalt, mindestens 500 Euro.

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