Mit großem Erstaunen hat die Fraktion der Freien Demokraten (FDP) die Reaktion der Verwaltung auf ihre Große Anfrage zur kommenden Ratssitzung in Sachen Zukunft des Hauptbahnhofs zur Kenntnis genommen.

„Wir wollen wissen, wie es mit dem Hauptbahnhof weitergeht und gingen bislang davon aus, dass die Verwaltung schon aus reinem Eigeninteresse in ständigem Kontakt mit der Deutschen Bahn steht und auf die meisten unserer Fragen unproblematisch Antworten geben kann“, so Alexander Schmidt, Vorsitzender der FDP-Fraktion im Rat der Stadt Wuppertal.

In einer E-Mail an die Fraktion heißt es: „...aufgrund der umfangreichen Recherchen und der notwendigen Kontaktaufnahme mit der Deutschen Bahn, ist es der Verwaltung leider nicht möglich, o. g. Anfrage Ihrer Fraktion bis zur Ratssitzung am 07.05.2018 zu beantworten.“

Schmidt: „Wir sind sehr erstaunt, denn uns war nicht klar, dass es in der Verwaltung erst eine Anfrage unsererseits bedarf, um mit der Deutschen Bahn in Kontakt zu treten. Vielleicht ist die Vorstellung etwas naiv, dass die Telefondrähte zwischen der Stadt und der Bahn bereits glühen, aber dass die Verwaltung offenbar vollkommen ahnungslos ist, ist ebenso erstaunlich wie erschreckend.“

Die Freien Demokraten wollen aufgrund des unverändert unbefriedigenden Gesamtzustandes des Hauptbahnhofs unter anderem wissen, wie der weitere Zeitplan zur Inbetriebnahme der bereits fertigen Mall aussieht und wie und wann die Gleise in einen insgesamt zeitgemäßen Zustand versetzt werden.

„Wir sehen nach wie vor die Deutsche Bahn in der Verantwortung, aber auch die Verwaltung in der Pflicht, mehr Druck auf die Bahn auszuüben. Uns stellt sich nur die Frage, wie die Verwaltung Druck ausüben will, wenn man bislang offenbar bis heute noch kaum Kontakt zur Deutschen Bahn hatte. Wir würden uns freuen, wenn der Hauptbahnhof als Aushängeschild und ersten Kontaktpunkt für viele, die nach Wuppertal kommen, endlich einen höheren Stellenwert bekäme; sowohl bei der Deutschen Bahn, aber auch bei unserer Verwaltung“, so Schmidt abschließend.