Der Wechsel zweier Steuerfahnder in Wuppertal zur Unternehmensberatung Deloitte (wir berichteten) hat im Landtag zu heftigen Diskussionen geführt. Wie der WDR am Donnerstagabend (25. Februar) in der Lokalzeit berichtete, musste sich Finanzminister Lutz Lienenkämper (CDU) im Haushaltsausschuss massive Vorwürfe der Opposition anhören. Die SPD sehe insbesondere die FDP als „Schutzmacht der Steuerhinterzieher“, berichtet der Sender. Der Minister habe aber einen Kurswechsel bei der Steuerfahndung bestritten.

WDR 5 berichtete, dass Grünen-Fraktionschefin Monika Düker gefragt habe, ob Lienenkämpers Dementi „Ausdruck von Naivität“ sei oder, so das Zitat, „ob Sie uns für dumm verkaufen wollen?“ Der Minister sage nichts dazu, was er gegen den Verlust von „Leistungsträgern“ mache. Lienenkämper erklärte, dass sich die scheidenden Fahnder nicht für Chefposten beworben hätten. Es gebe, wird der Minister zitiert, „keine politische Personalauswahl“, vielmehr gelte die „Bestenauslese“. Der neue Leiter in Wuppertal sei „sehr engagiert“, und die Qualität der Fahndung solle auf hohem Niveau bleiben – mit dem Ankauf von Steuer-CDs.