GEW stellt Antwort der Stadt nicht zufrieden

Der Streit um die Schulbuchbeschaffung zwischen GEW und Stadt Wuppertal geht weiter (Foto: Klett-Verlag)

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaften (GEW) Wuppertal ist nicht zufrieden mit der Antwort der Stadt zum Thema Schulb├╝cherbeschaffung. Wuppertal total hatte die Antwort unter dem Titel ver├Âffentlicht. Das hat die Gewerkschaft an Wuppertals K├Ąmmerer geschrieben:

ÔÇ×Zwar hat die GEW Verst├Ąndnis daf├╝r, dass der Stadtbetrieb nicht das ganze Verfahren in Frage stellen und grunds├Ątzlich dabei bleiben m├Âchte, die Sch├╝lerzahlen des Vorjahres als Grundlage f├╝r den Haushaltsansatz der freien Lernmittel (unter anderem Schulb├╝cher) zu nehmen.

Sicher sind die Schulen in der Lage ÔÇô vor allem die gro├čen Systeme ÔÇö kleine Abweichungen aufzufangen. Bei dem unserem Anliegen geht es aber vor allem um die kleineren Systeme wie z.B. die Grundschulen, bei denen bereits am Ende des Vorjahres feststeht, dass sie eine zus├Ątzliche Eingangsklasse bilden m├╝ssen oder erhebliche Zuw├Ąchse haben. Es geht also nicht um ÔÇ×einzelneÔÇť Sch├╝ler*innen, sondern um 25-28 und mehr Kinder.┬á

Die Stadt sagt, dass die Schulen die Rabattierungen von 15%, die unmittelbar nach den Sommerferien zur Verf├╝gung gestellt werden, f├╝r die zus├Ątzlichen Bestellungen nutzen k├Ânnen. Diese Rabattierungen m├╝ssen die Schulen allerdings von vornherein f├╝r ihre Bestellungen mit einplanen, da Betr├Ąge f├╝r die Lernmittel ohnehin zu knapp bemessen sind. Wir erinnern daran, dass die S├Ątze von der Landesregierung in den letzten 21(!) Jahren nur einmal um 30% erh├Âht wurden. Die Rabattierung f├╝r die neue Klasse vorzuhalten, w├╝rde eine Einschr├Ąnkung f├╝r alle anderen Klassen nach sich ziehen.

Der Stadtbetrieb hat den Schulen den weiteren Vorschlag gemacht ÔÇ×ggfls. einige Kinder aus einer neuen Eingangsklasse als Seiteneinsteigerkinder zu meldenÔÇť, um so Gelder aus einem anderen Haushaltstopf zu erlangen. Diesen Weg halten wir f├╝r nicht gangbar, zumal die Kinder namentlich genannt werden m├╝ssen, was einer ├ťberpr├╝fung nicht standhalten kann.

Wir appellieren deshalb erneut an den Stadtbetrieb Schulen, einen unkomplizierten Weg zu finden, der f├╝r die Schulen tragbar ist und sie entlastet. So k├Ânnte man zum Beispiel einen kleinen Sondertopf im Rahmen der Budgetierung f├╝r die bereits bekannten Steigerungen der Sch├╝lerzahl f├╝r die neuen Eingangsklassen einrichten und vorhalten. Wir erl├Ąutern das gerne an einem Beispiel. Bereits heute ist bekannt, dass im Bereich der Grundschulen mindestens f├╝nf neue Eingangsklassen im August 2024 gebildet werden m├╝ssen. Daf├╝r w├Ąre ein Sondertopf von circa 5.000 Euro ausreichend, f├╝r die Stadt ein Klacks, die Gelder werden ja nur vorgestreckt. F├╝r jede betroffene Grundschule sind es knapp 1.000 Euro, die zus├Ątzlich ben├Âtigt werden und das ist kein ÔÇ×KlacksÔÇť, sondern sie fehlen zum Schuljahresbeginn effektiv, weil R├╝cklagen nicht m├Âglich sind.

Wir m├Âchten in diesem Zusammenhang auch darauf aufmerksam machen, dass es offensichtlich auch Verz├Âgerungen gibt, die zus├Ątzlichen Sekretariatsstunden f├╝r Schulen mit Sch├╝lerzuwachs zu berechnen und zuzuweisen. So berichten uns Schulen, dass trotz Aufnahme von einer neuen Eingangsklasse plus einer neuen Willkommensklasse die immer schon viel zu knappen Sekretariatsstunden nicht zeitgleich erh├Âht werden. Auch dieses Problem sollte zeitnah gel├Âst werden.

Unser dringender Appell an die Stadt: Kommen Sie den Schulen entgegen und suchen Sie einen gangbaren Weg in einer Zeit, in der so viele Probleme vor Ort gestemmt werden m├╝ssen.ÔÇť

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