Wir werden uns wohl erneut auf massive Einschränkung einstellen müssen. Denn ver.di plant erneut Warnstreiks. In NRW werde die Gewerkschaft ihre Mitglieder am 10. April zum Warnstreik aufrufen, so Michael Wiese, Leiter der Tarifabteilung im ver.di-Landesbezirk NRW, heute (3.4.) gegenüber der WAZ. Wiese rechnet damit, dass dann "die Nahverkehrsbetriebe mehr oder weniger stillstehen." Auch Streiks in Kindertagesstätten behält sich die Gewerkschaft ausdrücklich vor. Welche Auswirkungen der Warnstreik auf städtische Kitas, Stadtverwaltungen und Krankenhausbetriebe habe, sei derzeit aber noch schwierig zu prognostizieren, so Wiese.

Damit sich die Bürger darauf einstellen können, will die Gewerkschaft jedoch im Vorfeld signalisieren, welche Bereiche des öffentlichen Dienstes betroffen sind. Möglich sei zudem, dass es auch in den Tagen vor oder nach dem 10. April Warnstreiks in einzelnen Städten gebe, erklärte der Leiter der Verdi-Tarifabteilung in dem Gespräch mit der WAZ.

Im März hatte es bereits im aktuellen Tarifstreit erste Arbeitsniederlegungen gegeben. Die Gewerkschaft fordert sechs Prozent mehr Gehalt für die bundesweit 2,3 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst.