Die Fraktion der Freien Demokraten im Rat der Stadt Wuppertal sieht in den möglichen Fahrverboten eine unzumutbare Einschränkung der individuellen Mobilität und eine Vernichtung von Vermögen, die einer Enteignung gleichkommt.  „Nach dem Diesel-Urteil müssen nun die Bürgerinnen und Bürger das Versagen der Bundesregierung und der Autoindustrie ausbaden“, so FDP-Fraktionschef Alexander Schmidt. „Auch in Wuppertal könnte man bereits wesentlich weiter sein, wenn CDU und SPD nicht konsequent sämtliche Initiativen der Opposition und insbesondere der Freien Demokraten in den letzten Jahren verhindert hätten.“

Wie die Freien Demokraten dazu weiter miteilten, habe die Partei in der Vergangenheit verschiedenste Anträge eingebracht, die einen sauberen Verkehr in Wuppertal zum Ziel hatten. Bereits 2015 habe man eine grundsätzliche Prüfung für Neuanschaffungen im städtischen Fuhrpark beantragt. Zudem forderten die Liberalen die Einführung von Sonderrechten für Elektrofahrzeuge im Stadtgebiet. „All dies wollten SPD und CDU aber nicht“, so die FDP. 

Überdies sei das große Engagement von Oberbürgermeister Mucke für den Radverkehr in Wuppertal wenig „sachdienlich“. So schön die Nordbahntrasse zum Radeln auch sein möge, stelle der Radverkehr für die allermeisten Menschen in Wuppertal keine Alternative zum Pkw da. „Wir brauchen für Wuppertal ein intelligentes Verkehrskonzept“, Schmidt abschließend.