Der Jubel kannte beim Bergischen HC keine Grenzen: Erst der direkte Wiederaufstieg in die Erste Bundesliga und dann auch noch die Nachricht, dass sich Wuppertal entschlossen habe, das Projekt einer modernen Arena Bergisch Land im Solinger Gewerbegebiet Piepersberg-West nachhaltig zu unterstützen. Für den Fusionsclub der beiden Städte ein ganz wichtiges Signal.

Das sollen OB Mucke, Stadtdirektor Johannes Slawig sowie die Vorsitzenden der Fraktionen von CDU und SPD quasi im Alleingang so entschieden haben. Eine Vorgehensweise, die zumindest die Grünen im Rat der Stadt „fassungslos“ macht.

Eine solche Entscheidung, wie den Bau einer Multifunktionsarena für den BHC, dürfe nicht „im Hinterzimmer ausgeklüngelt“ werden, sondern gehöre in die dafür gewählten städtischen Gremien, kritisiert die Fraktionsvorsitzende Anja Liebert. Die Grünen hätten in den zurückliegenden Beratungen immer wieder ihre Kritik an den Standort-Plänen deutlich gemacht, da sie ökologisch sehr umstritten seien. „Zudem betreffen sie viele Anwohnerinnen und Anwohner auf Wuppertaler Stadtgebiet, deren Belange bislang aus unserer Sicht nicht ausreichend berücksichtigt wurden“, erläuterten die Grünen.

Anja Liebert: „Alternativen liegen auf dem Tisch und müssen ernsthaft diskutiert werden.“ Auch die dauerhafte Wirtschaftlichkeit einer Multifunktionsarena sei bislang noch nicht erbracht worden. „Zuerst müssen daher aus unserer Sicht die Fakten vorgelegt und eingehend öffentlich beraten werden, bevor die Stadtspitze hierzu öffentliche Vorfestlegungen abgibt, nicht umgekehrt,“ kritisiert Liebert die, aus ihrer Sicht, Intransparenz der Entscheidung und fordet den Oberbürgermeister auf, „sich zu den Berichten und diesem Vorgehen zu äußern”.