Die Verwaltung hat für die kommende Sitzung des Rates eine Vorlage zur Änderung der Elternbeitrags-Satzung für Kindertageseinrichtungen und die Kindertagespflege vorgelegt.

Hierzu erklärt Paul-Yves Ramette, kinder- und jugendpolitischer Sprecher der GRÜNEN Ratsfraktion:

„Die Verwaltung greift mit dieser Neuregelung die GRÜNE Forderung nach einer gerechteren Staffelung der Elternbeiträge für die Kinderbetreuung auf und entlastet Familien mit niedrigem und mittlerem Einkommen deutlich. Bislang mussten Familien bei einem Jahresnettoeinkommen ab 12.500 Euro Beiträge zahlen, die höchste Einkommensstufe begann ab 71.000 Euro. In beiden Fällen waren Familien in Wuppertal im interkommunalen Vergleich deutlich schlechter gestellt. Mit der Neuregelung werden nun alle Familien mit niedrigem und mittlerem Einkommen deutlich entlastet, erst bei einem Jahresnettoeinkommen ab 80.000 Euro wird es durch die Neueinführung weiterer Beitragsstufen vertretbare Erhöhungen geben. Damit wird Wuppertal zukünftig im Vergleich mit anderen Städten in NRW deutlich gerechtere und familienfreundlichere Beiträge haben als bisher.“

Marc Schulz, Fraktionsvorsitzender:

„Bezahlbare Betreuungsplätze sind für viele Familien ein wichtiger Faktor und ein bedeutender Schritt hin zu mehr Familienfreundlichkeit. Deshalb haben wir dieses Thema im vergangenen Jahr auf die Tagesordnung des Jugendhilfeausschusses und des Rates gesetzt und freuen uns, dass unsere Initiative nun Erfolg hat. Aber natürlich reicht das nicht aus, denn was nutzen gerechte Beitragssätze, wenn es keine Betreuungsangebote in der Stadt gibt? Immer noch haben wir hier die rote Laterne im NRW-Vergleich und müssen deshalb beides im Blick haben: ausreichende und bezahlbare KiTa-Plätze.“