Halbzeitpfiff im Barmer Rathaus. Oberbürgermeister Andreas Mucke ist seit zweieinhalb Jahren im Amt. In einem Gespräch mit Radio Wuppertal zieht unser Stadtoberhaupt eine erste Bilanz. Er selbst schätzt seine Arbeit in den zurückliegenden Monaten sehr positiv ein und gibt sich ein glattes "Gut". Auch wenn nicht immer alles so gelaufen sei, wie er es sich vorgestellt habe, ist er doch recht zufrieden. Manches könne noch runder laufen, aber er lerne aus dem, was er tue, so Mucke.

Stolz ist Mucke besonders auf die Entwicklung im Einwohnermeldeamt. Vor allem weil es gelungen sei, die durchschnittliche Wartezeit auf vier Minuten zu verkürzen. „Hier einen guten Eindruck zu hinterlassen ist besonders wichtig, da das für unsere Neubürger die erst Adresse ist“, so OB Mucke gegenüber Radio Wuppertal.

Ein Thema, das ihn besonders bewege, sei die Armut in der Stadt.  Bei der Lösung des Problems muss mehr Tempo rein“, fordert Mucke. „20 Prozent der Bevölkerung der Stadt leben in Armut. Jedes vierte Kind.“ Dieser Negativbilanz wolle er auch in Zukunft mit viel Engagement begegnen.

Ansonsten: Schlaflose Nächte bereitet im sein Amt nicht. Auf Nachfrage antwortete Mucke, er habe „einen guten Schlaf“.

Auch wenn sich Oberbürgermeister Mucke selbst eine gute Note ausstellt, rumort es doch häufig heftig hinter den Kulissen. Selbst in den eigenen Reihen ist der Oberbürgermeister nicht unumstritten. Spötter sind sogar der Meinung, SPD-Fraktionschef Klaus Jürgen Reese und seinem CDU-Pendant Michael Müller sei es ziemlich egal, wer unter Ihnen Oberbürgermeister in unserer Stadt sei.