Kritisch aber konstruktiv, so lässt sich der Beschluss zum Wuppertaler FOC-Projekt bezeichnen, den die Vollversammlung der Bergischen IHK gefasst hat. Das Unternehmerparlament stellt klar, dass durch das FOC „die Außenwirkung des Standorts Bergisches Städtedreieck positiv beeinflusst und Kaufkraft gebunden werden kann“. Dazu müsse das FOC aber „weiterentwickelt“ werden. Außerdem fordern die Unternehmer, dass Wuppertal und Remscheid ihre Klagen gegen das jeweils andere Outlet-Projekt zurückziehen.

Die Forderungen bezüglich der FOC-Weiterentwicklung sind deutlich. So wird eine bessere räumliche Anbindung an die bisherige City und eine Vernetzung mit den unternehmerischen und städtischen Marketing-Aktivitäten gefordert. „Es gilt, einen Solitär-Standort unter allen Umständen zu vermeiden“, so die Vollversammlung. Außerdem müssten im FOC unbedingt bisher in Wuppertal nicht vorhandene, höherwertige Marken angeboten werden, um das bestehende Sortimentsangebot zu ergänzen. Wie bei Outlet Centern üblich, sei die Sortimentsstruktur im Bebauungsplan zu sichern.

Außerdem bezweifeln die Unternehmer, dass die bisherige Infrastruktur in der Elberfelder Innenstadt dem zusätzlich zu erwartenden Verkehr gewachsen ist. Hier seien zwingend Anpassungen erforderlich. „Die gute Erreichbarkeit von FOC und Innenstadt mit PKW und LKW ist entscheidend für den Erfolg und die Verträglichkeit des Projekts. Außerdem ist der Erhalt des Kiesbergtunnels unverzichtbar; ohne ihn kann das Verkehrskonzept für das FOC nicht funktionieren“, so der abschließende Wortlaut des Beschlusses.