„Die Bergische Wirtschaft boomt.“ Dieses ausgesprochen positive und erfreuliche Fazit zogen Thomas Meyer (Foto links), Präsident der Bergischen Industrie- und Handelskammer (IHK), und IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Wenge am Donnerstag (1. Februar) bei der Vorstellung der Ergebnisse der neuen IHK-Konjunkturumfrage. Nur die Einzelhändler sind eher unzufrieden-

An der Umfrage hatten 364 Unternehmen mit insgesamt 19.000 Beschäftigten teilgenommen. Aktuell halten 44 Prozent der Unternehmen ihre Geschäftslage für gut und weitere 47 Prozent für befriedigend. Nur neun Prozent sind unzufrieden. Damit erreicht der Geschäftslageindex als Differenz der Antworten „gut“ und „schlecht“ einen hervorragenden Wert von plus 35 Punkten.

Remscheid vor Wuppertal und Solingen

Im Städteranking liegt jetzt Remscheid wieder vor Wuppertal. Solingen bleibt weiter auf Platz drei. Im Branchenvergleich schneiden die Dienstleister und Großhändler am besten ab. Es folgen die Kreditwirtschaft, die Industrie und das Verkehrsgewerbe.

Die Wirtschaft des Städtedreiecks steigerte sowohl Umsätze als auch Erträge. Auch die Erwartungen hinsichtlich der Umsatz- und Ertragsentwicklung sind überwiegend aufwärts gerichtet. „Die Unternehmen werden immer optimistischer und wollen deshalb deutlich mehr investieren, mehr Personal einstellen und mehr ausbilden“, freuten sich Meyer und Wenge.

Großes Risiko Fachkräftemangel

Angesichts des leergefegten Fachkräftemarkts und der demografischen Entwicklung sei allerdings unklar, ob sich dies so realisieren lasse. Der Fachkräftemangel werde deshalb von vielen Unternehmen als großes wirtschaftliches Risiko betrachtet. Als noch bedrohlicher würden nur die Entwicklung der Arbeitskosten und die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen bewertet.