Jürgen Hardt muss um Bundestagsmandat bangen

MdB Jürgen Hardt (Foto: M. Achteburg)

In der deutschen Hauptstadt wird am Sonntag (11. Februar) gewählt. Es geht dabei um den Bundestag. Die Wahl vom 26. September 2021 muss wegen chaotischer Verhältnisse am Wahltag inb einigen Stimmbezirken wiederholt werden. Und davon könnte auch der Wuppertaler Bundestagsabgeordnete Jürgen Hardt (CDU) betroffen werden.

Das Magazin „stern“ hat dies am Beispiel der Berliner CDU-Abgeordneten Ottilie Klein durchgespielt. Dazu muss man wissen, dass ihre Partei in den von der Neuwahl betroffenen Stimmbezirken zusammen 58.000 Stimmen erhalten hat. Verliert die CDU gegenüber dem Wahlgang von 2021 zwischen 3.700 und 11.000 Stimmen, bleibt die über die Berliner Landesliste gewählte Klein im Bundestag, aber NRW-Kollege Hardt von der NRW-Landesliste verliert sein Mandat. Verliert oder gewinnt die CDU nicht allzu viel, bleiben beide drin. Gewinnt die CDU aber zwischen 50.477 und 54.195 Stimmen dazu, rückt ein weiterer Kandidat von der Berliner Landesliste nach. Und Hardt wäre wieder draußen.

Es wird also ein spannender Wahlabend für den Wuppertaler Politiker und außenpolitischen Sprecher seiner Fraktion. Hardt hatte 2021 sein Direktmandat für den Wahlkreis Wuppertal II/Solingen/Remscheid an den Solinger Ingo Schäfer (SPD) verloren, war aber knapp über die NRW-Landesliste in den Bundestag eingezogen. Er hatte auf Platz 22 gelegen und von einem Überhangmandat profitiert.


Zur Information: In Berlin waren 2021 Bundestags-, Abgeordnetenhaus- und Bezirkswahlen am selben Tag wie der Berlin-Marathon angesetzt worden. In etlichen Wahllokalen gab es nicht ausreichend Stimmzettel. Nachschub kam aber nicht rechtzeitig durch die teilweise gesperrte Stadt, sodass mancherorts bis weit nach 18 Uhr gewählt wurde. Am Sonntag (11. Februar) sind deshalb rund 550.000 Berlinerinnen und Berliner aufgerufen, ihre beiden Stimmen für den Bundestag erneut abzugeben.

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