Mehr „Kies“ auf dem Bau

Foto: IG BAU / Tobias Seifert

Auf dem Bau gibt es mehr „Kies“. Die Löhne für Bauarbeiter in Wuppertal steigen deutlich. Ein gelernter Maurer kommt jetzt auf einen Stundenlohn von 22,06 Euro und hat damit am Monatsende gut 80 Euro mehr als bisher im Portemonnaie (plus 2,2 Prozent). Darauf weist die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hin. Die Gewerkschaft appelliert an die rund 1.600 Bau-Beschäftigten in unserer Stadt, ihren aktuellen Lohnzettel zu prüfen.

„Auf der April-Abrechnung, die bis Mitte Mai kommt, muss das Plus auftauchen. Wer zu wenig bekommt, soll sich an die IG BAU Düsseldorf wenden“, rät Bezirksvorsitzender Uwe Orlob. Außerdem sollten Zimmerleute, Betonbauer & Co. auf die anstehende Einmalzahlung von 400 Euro achten, die mit dem Mai-Lohn ausgezahlt wird.

„Es gibt keinen Grund, sich unter Wert zu verkaufen.“

Uwe Orlob, IG BAU

Selbst in Zeiten globaler Krisen seien die Auftragsbücher der heimischen Baufirmen gut gefüllt, so der Gewerkschafter, der sagt: „Es gibt also keinen Grund, sich unter Wert zu verkaufen.“ Deshalb sei es wichtig, darauf zu achten, den Tariflohn zu bekommen.. Wer dagegen nur den gesetzlichen Mindestlohn von 9,82 Euro pro Stunde verdiene, dem rät die Gewerkschaft, sich dringend bei einer neuen Firma einen neuen Job auf dem Bau zu suchen.

Die Arbeitgeber hätten gerade erst den deutlich höheren Branchen-Mindestlohn scheitern lassen. „Damit können sie jetzt tatsächlich auch Bauarbeitern maximale Leistung für einen minimalen Lohn abverlangen. Das muss sich aber keiner gefallen lassen. Wer auf dem Bau zupackt, ist nach wie vor eine gesuchte Kraft und hat mehr verdient“, so Orlob. Die IG BAU weist darauf hin, dass Gewerkschaftsmitglieder, deren Betrieb im Arbeitgeberverband ist, einen festen Anspruch auf eine tarifliche Bezahlung haben.

Infos und Tipps bei der Gewerkschaft vor Ort

Das Fazit der IG BAU Düsseldorf: „Die schwere und stark gefragte Arbeit auf dem Bau muss anständig bezahlt werden. Fachleute, die mit weniger als 22,06 Euro nach Hause gehen, sollten also das Gespräch mit dem Chef suchen und im Zweifelsfall den Betrieb wechseln“, so Orlob. Weitere Infos und Tipps gibt es bei der Gewerkschaft vor Ort. Ebenso online per Video hier und unter der Tarif-Hotline 069-95737584.

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