Der Arbeitsmarkt hat sich im bergischen Städtedreieck im Jahr 2017 positiv entwickelt. Die Beschäftigung hat nicht nur zugenommen, sondern wird auch zunehmend flexibler. Frauen und Männer möchten Familie und Beruf gut miteinander vereinbaren“, so die Jahresbilanz von Martin Klebe, Chef der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal.  29.061 Menschen waren 2017 arbeitslos gemeldet. Das sind 1.072 oder 3,6 Prozent weniger als vor einem Jahr.
Arbeitgeber suchten 4.752 Arbeitskräfte, das waren 1.004 Menschen oder 26,8 Prozent mehr als vor einem Jahr. Insgesamt ist die Beschäftigungsquote um2,0 Prozent zum Vorjahr gestiegen. Im gleichen Zeitraum sank die Arbeitslosenquote im bergischen Städtedreieck auf 8,9 Prozent.

Konkret bedeutet das jedoch, dass nur ein kleiner Teil der Arbeitslosen vom Beschäftigungsboom profitieren konnte.. Problematisch bleibt der hohe Anteil von ungelernten Arbeitslosen. Sechs von zehn Arbeitslosen haben keine abgeschlossene Berufsausbildung. „Unsere Aktivitäten und Fördermittel im Jahr 2017 hatten wir daher ausgeweitet und werden dieses Engagement weiter fortsetzen“, erläutert Martin Klebe. Die Aus- und Weiterbildung nehme immer mehr an Bedeutung zu.

Angestiegen ist 2017 die Jugendarbeitslosigkeit. Dies hänge vorrangig mit dem Zuzug der geflüchteten Menschen zusammen, so Klebe. Im Jahresschnitt waren 1.672 junge Menschen im Alter von 15 bis 24 Jahre arbeitslos gemeldet. Nach einem Rückgang ist die Jugendarbeitslosigkeit nun wieder leicht um 1,8 Prozent gestiegen. „Dies hängt mit der Ankunft vieler junger geflüchteter Menschen zusammen.“ erläutert Klebe. Damit verlaufe die Entwicklung entgegen dem Landestrend. Dort ist die Jugendarbeitslosigkeit um 2,9 Prozent gesunken.

Foto: Achim Otto