Nutzung der Galeria Kaufhof-Schaufenster für die Kunstszene vorgeschlagen

Foto: Achim Otto

Kulturausschuss-Vorsitzender Rolf Köster (CDU) setzt sich für Wuppertaler Künstlerinnen und Künstler ein

Im Rahmen der andauernden Diskussion über die zukünftige Nutzung des Galeria-Kaufhof-Hauses am Neumarkt hat Rolf Köster, Vorsitzender des Kulturausschusses, einen innovativen Vorschlag eingebracht. Er schlägt vor, die 20 leerstehenden Schaufenster des Gebäudes zeitweise mietfrei an Wuppertaler Künstlerinnen, Künstler, Galeristinnen, Galeristen und die freie Kunst-Szene zu überlassen.

Belebung der Innenstadt durch Kunst

Aktuell bietet der Blick auf den Neumarkt ein trauriges Bild. Die leeren Schaufenster der ehemaligen Galeria Kaufhof wirken unheimlich, insbesondere unter der prachtvollen Fassade des Gebäudes zur Neumarktstraße hin, wo Passanten bereits in den Abendstunden die Straßenseite wechseln. Köster betont, dass die endgültige Entscheidung über die Nutzung des in Privateigentum stehenden Gebäudes noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird. Daher sei es sinnvoll, die freien Schaufenster temporär der Kunstszene zur Verfügung zu stellen.

Vorteile für Künstler und Stadtbild

Diese Initiative würde nicht nur dringend benötigte Räume für die Kulturszene schaffen, sondern auch das Stadtbild verschönern und optisch ansprechender gestalten. Künstlerinnen und Künstler hätten die Möglichkeit, ihre Werke kostengünstig zu präsentieren. Köster ist optimistisch, dass eine Einigung mit dem Insolvenzverwalter erzielt werden kann, da auch dieser ein Interesse daran haben dürfte, das Gebäude nicht verfallen zu lassen, sondern es in das Stadtbild von Wuppertal zu integrieren und somit den Immobilienwert zu erhalten.

Finanzielle und organisatorische Rahmenbedingungen

Die anfallenden Nebenkosten, wie beispielsweise für Licht und Heizung, könnten auf die Nutzer umgelegt werden. Weitere Kosten für Zugangskontrollen und den Wachdienst sollten von der Stadt übernommen werden. Auf diese Weise würde Wuppertal eine bunte und attraktive Innenstadt erhalten, die neue Erlebnisräume schafft – ein dringend benötigter Impuls für die Innenstadt.

Anstoß zur politischen Diskussion

Köster plant, diese Idee im Kulturausschuss zur Diskussion zu stellen, um möglicherweise einen gemeinschaftlichen Antrag aller Parteien zu initiieren. Ziel ist es, eine breite Unterstützung für diese innovative Nutzung der leerstehenden Schaufenster zu gewinnen und damit die Innenstadt von Wuppertal nachhaltig zu beleben.

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