Nun wollen die Schwelmer handeln. Wie wir bereits Mittwoch (18.4.) berichteten, ist der Schwelmer Bahnhof in einem unhaltbaren Zustand. Schon Ende 2015 hätte das Objekt fertig saniert sein sollen. Doch bis auf den Außenanstrich hat sich wenig getan. Ganz im Gegenteil: Der Investor hat biels verrotten lassen. Das innere des Gebäudes gleicht einer kloake. Gestern (19.4.) nun hatte die Schwelmer Stadtverwaltung gemeinsam mit der Bahnflächenentwicklungsgesellschaft NRW mbH den Eigentümer, die  Aedificia Bahnhofsempfangsgebäude Schwelm KG, und die Deutsche Bahn AG zu einem Gespräch ins Schwelmer Rathaus eingeladen, „um miteinander über die Unmut erregenden Zustände im Bahnhofsgebäude zu sprechen.“

Doch der Eigentümer kniff: Die Aedificia nahm mit dem kurzfristigen Hinweis auf andere Termine nicht teil. Die übrigen Gesprächspartner waren sich zumindest darin einig, dass Handlungsbedarf besteht.

Vereinbart wurden zu Lasten des Eigentümers Maßnahmen, „die erforderlich sind, um für das Gebäudeinnere einen Zustand herzustellen, der für die Nutzer/innen des Bahnhofs tragbar sein sollte“, heißt es dazu in einer Pressemitteilung der Stadt Schwelm. Der Immobilieneigentümerin werden nun zwei Wochen Zeit eingeräumt, um die unhaltbaren Zustände ihrerseits abzustellen. „Sollte diese Frist ungenutzt bleiben, greifen die heute getroffenen Maßnahmen.“