Wuppertals Kämmerer Johannes Slawig (Foto rechts, Quelle: Stadt Wuppertal) hat entschieden: Er will die mit rund 300 Millionen Euro verschuldete Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft (GWG) retten. Dazu hat die Verwaltung am Montag (11. September) ein Hilfspaket zur Vermeidung der drohenden Insolvenz vorgestellt. Es war eine Wahl zwischen Pest und Cholera, denn bei allen denkbaren Lösungen (auch beim Verkauf) muss die Kommune draufzahlen.

Dazu will die Stadt das Eigenkapital der GWG um 54 Millionen Euro erhöhen. Im Gegenzug soll das zu 75 Prozent im Eigentum der Stadt stehende über 80 Jahre alte Unternehmen Gebäude verkaufen und Sach- und Personalkosten einsparen. Der Plan sieht vor, dass die Stadt ab 2018 zwei Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung stellt. Nach ihren Berdehnungen kann die gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft so einen Gewinn von 100.000 Euro pro Jahr erwirtschaften.

Der Stadtrat muss dem Hilfspaket in seiner Sitzung am 25. September zustimmen.