SPD kritisiert CDU-Pläne zur Nachnutzung des Kaufhofgeländes in Elberfeld

Foto: Achim Otto

Die SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Elberfeld zeigt sich verwundert über die jüngst vorgestellten Ideen der CDU zur Nachnutzung des ehemaligen Kaufhofgeländes in der Elberfelder Innenstadt. Die CDU hatte ein Konzept präsentiert, das einen Mix aus Hotel, Kindertagesstätte, Servicewohnungen, Fitnessstudio, Arztpraxen, Apotheken und Einzelhandel vorsieht.

Kritik an CDU-Konzept

Soufian Goudi, Fraktionsvorsitzender der SPD in Elberfeld, kritisiert die Vorschläge der CDU als generische Lösungen, die für jede Innenstadtimmobilie geeignet seien und im schlimmsten Fall bestehende Nutzungen in Elberfeld und darüber hinaus kannibalisieren könnten. Er bemängelt, dass die CDU in laufenden Prozessen mit wenig neuen und bremsenden Ideen auftrete, was die Entwicklung der Stadt behindere.

Bedeutung des Bildungsstandorts

Die SPD unterstreicht die Bedeutung der ursprünglichen Idee, das ehemalige Kaufhofgelände als Bildungszentrum zu nutzen. Goudi betont, dass es nicht nur um die kurzfristige Nutzung der Immobilie gehe, sondern um langfristige, nachhaltige Lösungen, die der gesamten Stadt zugutekommen. Die SPD sieht in einem Bildungsstandort eine Vision, die auf die langfristigen Bedürfnisse von Elberfeld abgestimmt ist.

Risiken wechselnder Konzepte

Bezirksbürgermeister Thomas Kring warnt vor den Risiken ständig wechselnder Ideen einzelner Parteien. Er betont, dass kurzfristige und scheinbar neue Konzepte der CDU mehr Probleme schaffen könnten, als sie lösen. Eine stabile und durchdachte Vision für Elberfeld sei notwendig, um Investoren und Eigentümer nicht zu verunsichern und die Chancen für die Stadt nicht zu verspielen.

Forderung nach langfristiger Vision

Die SPD fordert, an der Vision eines Bildungszentrums festzuhalten, das auch die Stadtbibliothek und zusätzliche Schulräume umfasst. Diese langfristige Planung sei eine echte Chance für die Entwicklung von Elberfeld, die nicht durch unkoordinierte Alleingänge gefährdet werden dürfe.

Das könnte Dich auch interessieren

FDP-Fraktion fordert schnellere Genehmigungsverfahren für Wasserstoffprojekte der AWG

Neue Windenergiebereiche in Wuppertal geplant

Bund fördert Denkmalschutzprojekte in Wuppertal