Auf einer Tagung von über 100 Wuppertaler Sozialdemokraten am Samstag (13.1.), hat sich eine Mehrheit der anwesenden SPD-Mitglieder gegen Koalitionsverhandlungen ausgesprochen. Ein Ergebnis, das wenig überrascht. Entspricht es doch der derzeitigen Stimmungslage, wie sie in den vergangenen Tagen von Mitgliedern auch gegenüber wuppertal-total.de immer wieder deutlich gemacht wurde. Danach sprechen sich Zurzeit immer mehr Sozialdemokraten in unserer Stadt gegen eine Neuauflage der Großen Koalition in Berlin aus. Nicht nur in den Reihen der Jungsozialisten findet man nach Abschluss der Sondierungsgespräche entschiedene Koalitions-Gegner. Zumal der Vorsitzende der NRW-SPD, Michael Groschek, nicht daran glaubt, dass die SPD signifikante Korrekturen an den Sondierungsergebnissen mit der Union durchsetzen kann. Die scheinen aber für manchen Wuppertaler Genossen unbedingt erforderlich.

Lebhaft diskutiert wurde an diesem Tag aber auch, neben der Möglichkeit einer Große Koalition, über Bildung und Familie, Gesundheit und Pflege, die Gleichstellung von Frau und Mann, die Innere Sicherheit, die Perspektiven für die Kultur in unserer Stadt, die Mobilität der Zukunft, die Herausforderungen Europas, attraktive Formen der Parteiarbeit und über den Begriff Gerechtigkeit. “Die Wuppertaler SPD ist eine lebendige und kreative Partei. Wir diskutieren, was unsere Werte Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität in der heutigen Zeit konkret bedeuten“, so SPD-Vize Stefan Kühn in einem ersten Resümee.