Im Stadtrat war das Thema ASS am Dienstag (14. März) noch ein großes Thema, das aber nicht abgehandelt, sondern an den Rechnungsprüfungsausschuss überwiesen wurde. Die Linke hatte in einer Großen Anfrage wissen wollen, ob die Stadt mit dem Deal Gewinn oder Verlust gemacht habe.

Da ist interessant, dass die Staatsanwaltschaft Wuppertal gegen drei Menschen wegen dieser ASS-Affäre ermittelt. Das hat ein Sprecher auf Nachfrage von Radio Wuppertal mitgeteilt. Gegen wen sich die Ermittlungen richten, nannte er aber nicht. Trotzdem, so der Lokalsender, sei ein Name schon bekannt: Martin Bang, der Chef des Stadtmarketing.

Das gehe aus dem Protokoll einer Gerichtsverhandlung hervor, in der es ebenfalls um das umstrittene Geschäft der Stadt mit dem Bochumer Sponsoringunternehmen ASS geht. Im Zentrum sowohl der Ermittlungen als auch des Verfahrens steht die Frage, ob die Stadt korrekt gehandelt hat, als sie ASS Rabatte dafür eingeräumt hat, die Firmenautos in Wuppertal anzumelden und ob die vereinbarten Gegenleistungen überhaupt erbracht wurden. Das Unternehmen sollte mit Aufklebern für Wuppertal werben. Deshalb auch ist das Stadtmarketing überhaupt involviert.