Außergewöhnliche Herausforderungen erfordern außergewöhnliche Initiativen. Die Stadt Wuppertal hat sich bereits im letzten Jahr dafür entschieden, eine gemeinsame Anlaufstelle der lokalen Behörden zu schaffen, die für die aufenthalts-, leistungs- und arbeitsmarktrechtlichen Fragen der Zugewanderten und Geflüchteten zuständig sind. Ergebnis ist das „Haus der Integration“ in der Wicküler City, das jetzt eröffnet wurde.

Stadt, Job-Center und Arbeitsamt gemeinsam

Es beherbergt im ersten Schritt große Teile des städtischen Ressorts für Zuwanderung und Integration, die Geschäftsstelle „zebera“ des Wuppertaler Jobcenters und den Integration Point der Bundesagentur für Arbeit. Weitere Leistungseinheiten werden voraussichtlich im Sommer noch folgen. „Die Integration von Geflüchteten in die Gesellschaft kann nur gelingen, wenn wir sie als kommunale Gemeinschaftsaufgabe verstehen. Unseren Anspruch als Kommune, alle relevanten Integrationsangebote der Stadt zu bündeln und auf einander abzustimmen, setzen wir mit dem Haus der Integration ganz praktisch und eng vernetzt um. Mit diesem Ansatz nehmen wir bundesweit eine Vorreiterrolle ein“, freut sich Wuppertals Sozialdezernent Stefan Kühn.

Für Geflüchtete und Helfer

Die Dienstleistungen im Haus der Integration richten sich nicht nur unmittelbar an die Geflüchteten selbst, sondern auch an Menschen und Organisationen, die sie unterstützen. So werden unter einem Dach nicht nur vorhandene Dienstleistungen und Kompetenzen gebündelt, sondern mit den Koordinierungs- und Beratungskräften auch neue Angebote geschaffen. Das Jobcenter hat eigens dafür drei Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt. Sie beraten und informieren Ehrenamtliche, Arbeitgeber, Vereine, Verbände und weitere Organisationen. Zusätzlich wurde eine Service-Hotline unter der Rufnummer (0202) 74763333 für allgemeine Auskünfte eingerichtet. Jobcenter-Chef Thomas Lenz sieht für das neu geschaffene Beratungsangebot einen konkreten Bedarf. „Wir haben darauf reagiert, dass sowohl den Geflüchteten als auch den ehrenamtlich Tätigen angesichts der sehr unterschiedlichen Zuständigkeiten die Übersichtlichkeit fehlt. Ich freue mich, dass wir nun im Haus der Integration praktische Unterstützung anbieten können.“