Wuppertals Oberbürgermeister Andreas Mucke freut sich. „Die Steuereinnahmen sprudeln auch im November kräftig weiter“, wertet er dies als Beleg für die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Wuppertal. „Das Ergebnis ist erfreulich“, freut sich auch Kämmerer und Stadtdirektor Johannes Slawig über die Daten, die der aktuelle Bericht zum Finanzcontrolling enthält. Er legte den Bericht zum Stand 30. November jetzt vor.

Der Haushaltsplan hatte einen Überschuss von 4 Millionen Euro prognostiziert, der tatsächliche Betrag lag im November bei 86,9 Millionen Euro, worin allerdings eine einmalige Gewerbesteuerzahlung in Höhe von rund 68 Millionen Euro aus einem Unternehmensverkauf enthalten ist. Aber auch die grundsätzlich positive Entwicklung im Bereich der Gewerbesteuer in Höhe von 15 Millionen Euro entlastete den Haushalt. Mucke und Slawig sind optimistisch, dass Wuppertals Wirtschaft den Schwung auch mit ins neue Jahr nehmen wird und sich der positive Trend bei der Gewerbesteuerentwicklung fortsetzen wird. „Die Auftragsbücher sind gut gefüllt“, weiß der Rathauschef aus seinen Firmenbesuchen.
Die Verbesserungen bei den Rettungsdienstgebühren der Feuerwehr liegen vor allem an der schnelleren Einziehung der Gebühren und der Nachholung der Erstellung von Bescheiden bezüglich des Jahres 2016. „Die Stadt hat hartnäckig säumige Gebühren und Steuern eingetrieben“, berichtet Slawig. Die Abarbeitung der Rückstände in diesem Bereich wird allerdings noch einige Jahre dauern.

Verschlechterungen, vor allem im Bereich Zuwanderung und Integration in Höhe von 7,1 Millionen Euro, stellt der Bericht jedoch auch fest. „Wir haben Verbesserungen und Verschlechterungen, die aber unterm Strich zu dem erfreulichen Plus von 86,9 Millionen Euro führen“, erklärt Slawig und stellt zur Verwendung fest: „Der finanzielle Überschuss dient der Tilgung der städtischen Verschuldung.“ Mit der Schuldentilgung wollen Mucke und Slawig das Risiko einer späteren Zinswende für die Stadtkasse reduzieren. „Wuppertal erledigt zwar alle seine Hausaufgaben aus dem „Stärkungspakt Stadtfinanzen“. Wir schleppen aber noch rund 1,4 Milliarden Euro Kassenkredite mit. Höhere Zinsen würden uns den Haushalt zerschießen“, erklären Mucke und Slawig abschließend unisono.