Nach letzten Informationen aus dem Rathaus sollte mit dem Bau des Radhauses im April begonnen werden. Jetzt ist über das Projekt ein heftiger Streit entbrannt. Der entlud sich in der Döppersberg-Kommission, wo CDU-Fraktionsvorsitzender Michael Müller auf Planungsdezernent Frank Meyer prallte.

Kostenschätzung um 55 Prozent daneben

Müller bestand darauf, dass die Politiker ein Abstellgebäude für 150 Räder bei der Verwaltung „bestellt“ hätten, und zwar zu Kosten von 600.000 Euro. Die in der Kommission vorgestellten Pläne sahen dagegen plötzlich ein Parkhaus für doppelt so viele Fahrräder zu um gut 55 Prozent höheren Kosten von 935.000 Euro vor. Meyers lapidare „Entschuldigung“ lautete, die 600.000 Euro seien nur eine „Kostenschätzung“ gewesen.

Das konnte die CDU und insbesondere ihren „Frontmann“ Müller nicht befrieden, sie fühlen sich von der Verwaltung getäuscht. Fazit: Das Thema Fahrradhaus am Döppersberg ist zum erneuten Male verschoben worden. Mit dem Baubeginn im April wird es nicht.