Thomas Meyer, seit 2013 Präsident der Bergischen Industrie- und Handelskammer (BIHK), ist zum neuen Präsidenten der Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen (IHK NRW) gewählt worden. Der 62-Jährige war seit November 2016 Vizepräsident des Zusammenschlusses der 16 Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen, der die Gesamtheit der IHKs in NRW gegenüber der Landesregierung, dem Landtag sowie den für die Kammerarbeit wichtigen Behörden und Organisationen vertritt.

Thomas Meyer setzte in seinen Dankesworten nach der Wahl auch die Agenda für seine Amtsperiode: „Wir müssen erheblich mehr in die berufliche Bildung und in die Digitalisierung unserer Unternehmen investieren. Damit beugen wir dem drohenden Fachkräftemangel vor und sorgen dafür, dass unsere Wirtschaft den Umbruch in den Arbeitsprozessen reibungslos bewältigt. Wir wollen uns ehrgeizige Ziele setzen und NRW wieder an die Spitze der Bundesländer führen.“

Meyer führt seit 1993 die TKM Gruppe („The Knife Manufacturers) in Remscheid, ein hundertprozentiges Familienunternehmen mit rund 850 Mitarbeiter, das auf die Fertigung von hochwertigen Maschinenmessern für die Papier-, Metall-, Holz- und Kunststoffindustrie spezialisiert ist. Darüber hinaus ist Thomas Meyer seit fünf Jahren als Ehrenrichter am Finanzgericht Düsseldorf und im Beirat einer großen Bank aktiv.

Mit der IHK-Organisation ist Thomas Meyer seit rund neun Jahren eng verbunden. Im Jahr 2009 wurde er Mitglied der Vollversammlung der IHK zu Wuppertal-Solingen-Remscheid und ist seit dieser Zeit auch im Finanz- und Steuerausschuss der IHK tätig. Vor knapp fünf Jahren wurde er zum Präsidenten der IHK zu Wuppertal-Solingen-Remscheid gewählt und im vergangenen Mai in diesem Amt bestätigt.

Naheliegend steht für die IHK-Organisation die berufliche Bildung im Mittelpunkt. Allein in NRW betreuen die 16 IHKs mit rund 30.000 ehrenamtlichen Prüferinnen und Prüfern knapp 180.000 Auszubildende und tragen jährlich rund 70.000 neue Ausbildungsverträge ein. Das sind über 60 Prozent aller Ausbildungsverträge in NRW. „Angesichts der Herausforderungen aus der Digitalisierung werden wir unser Engagement und unsere Angebote vor allem in der betrieblichen (Weiter-) Bildung deutlich erweitern müssen“, so Meyer.