Es kommt nicht überraschend: Die Gewerkschaft Verdi hat Klage gegen den geplanten verkaufsoffenen Sonntag in Elberfeld am 3. Dezember eingereicht. Nicht beanstandet wird von ihr der Verkaufssonntag in Barmen eine Woche später. Das meldet die Westdeutsche Zeitung (WZ) in ihrer Ausgabe vom Freitag (24. November).

Frür Silke Iffländer, kommissarische Bezirksgeschäftsführerin von Verdi, seien die Besucherprognosen der Barmer überzeugend gewesen. Grundlage waren Zählungen beim ChocolArt-Festival im September diesen Jahres. Damit sei gezeigt worden, dass eine Veranstaltung in Barmen potenziell genügend Besucher anziehen kann, um eine Öffnung der Geschäfte am Sonntag zu rechtfertigen. „Daher haben wir keine Klage eingereicht“, wird Iffländer in der WZ zitiert.

Die Elberfelder Sonntagsöffnung dagegen will Verdi wie angekündigt per Eilverfahren vor dem Düsseldorfer Verwaltungsgericht verhindern. Die Elberfelder Einzelhändler hatten in diesem Jahr eine „Weihnachts-Winter-Welt“ als Anlass für den verkaufsoffenen Sonntag geplant. „Das ist eine Aktion, die auf den Neumarkt begrenzt ist. In Relation zu der Verkaufsfläche in Elberfeld ist das ein Witz“, äußert sich Silke Iffländer gegenüber der WZ unzweideutig.

Die Gewerkschaft erwartet die Entscheidung im Laufe der kommenden Woche – kurz vor dem Termin.