Auch in der dritten Verhandlungsrunde zwischen Arbeitgebern und der IG Metall haben die Arbeitgeber kein Entgegenkommen gezeigt. Deshalb ruft die Gewerkschaft für Montag (22. Januar) unter anderem in Wuppertaler Betrieben zu weiteren Warnstreiks auf.

Die zentrale Kundgebung soll um 13 Uhr vor dem Werkstor der Firma Schaeffler (Mettmanner Str. 79) stattfinden. Auch Beschäftigte anderer Betriebe werden dazu erwartet. Darüber hinaus sind im Rahmen der Warnstreiks auch betriebliche Veranstaltungen geplant, um über die derzeitigen Zuspitzungen im Tarifkonflikt umfassend zu informieren.

Wolfgang Nettelstroth, der Geschäftsführer der IG Metall Wuppertal, hält auch ganztätige Streiks nicht für ausgeschlossen. „Unsere Mitglieder erwarten ein faires Angebot zum gesamten Forderungspaket, inklusive Arbeitszeitverkürzung und Entgeltzuschuss“, sagt er.

Die IG Metall fordert eine Einkommenssteigerung um sechs Prozent und will zudem erreichen, dass die Beschäftigten ihre Arbeitszeit für die Dauer von zwei Jahren auf bis zu 28 Stunden in der Woche absenken können, verbunden mit einem verbindlichen Rückkehrrecht in die Vollzeit-Tätigkeit. Dabei soll ein Zuschuss für Beschäftigte, die ihre Kinder betreuen, Angehörige pflegen oder durch Schichtarbeit besonders belastet sind Einkommensverluste aus der Arbeitszeitverkürzung mindern.