Die Forscher des Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie (WI) haben sich mit dem Thema Diesel-Fahrverbot und was dagegen getan werden kann beschäftigt.

In einer generellen Einschätzung sagte Professor Dr.-Ing. Manfred Fischedick, Vizepräsident des Wuppertal Instituts: „Die Zukunftsperspektiven für den Diesel stehen nicht besonders gut, die Möglichkeiten zur Umrüstung sind begrenzt und schon gar nicht günstig. Aus einem Diesel lässt sich ohne immensen Kostenaufwand kein Elektro-, Erdgas- oder Wasserstoff-Fahrzeug machen.“

Politikinstrumente zur Emissionsreduzierung

Damit sich Luftverunreinigungen und Treibhausgasemissionen EU-weit reduzieren, analysierten Matthias Damert von der Universität Graz und Gastwissenschaftler am WI sowie Dr.-Ing. Frederic Rudolph zum Thema „Dekarbonisierung von PKW“ mögliche Politikinstrumente. Diese sollen einerseits dazu beitragen können, Automobilhersteller dazu zu bewegen, in die Entwicklung und Produktion klimafreundlicher Fahrzeuge zu investieren und andererseits die Nachfrage nach solchen Fahrzeugen anzukurbeln.

Wie Städte und Kommunen mit autofreien Stadtteilen für ihre Bevölkerung an Attraktivität und Lebensqualität gewinnen können und wie sich dies umsetzen lässt, beschreibt Professor Dr.-Ing. Oscar Reutter vom Wuppertal Institut im Impulspapier „Autofreie Innenstadt Wuppertal Elberfeld“. Würden die Pläne umgesetzt, wäre Elberfeld der erste innenstädtische Bezirk Deutschlands, der systematisch von einem Autostadtteil zu einem autoverkehrsfreien Stadtquartier entwickelt würde und damit bundesweites Vorbild.