Bis 2050 können die CO2-Emissionen des Güterverkehrs von und nach Rotterdam vollständig vermieden werden. Das ist das Ergebnis einer Studie des Wuppertal Instituts. Im Auftrag der Rotterdamer Hafenbehörde analysierten die Forscherinnen und Forscher die Möglichkeiten des größten Hafens Europas, die Treibhausgasemissionen sowohl seiner Industrieanlagen als auch die des Güterverkehrs nachhaltig zu reduzieren. Sie fanden heraus, dass sich der gesamte mit dem Hafen zusammenhängende Güterverkehr bis zum Jahr 2050 sogar vollständig treibhausgasneutral abwickeln ließe, "wenn rasch auf Elektrifizierung,  Wasserstoff sowie synthetische Kraftstoffe wie Methanol umgestellt wird", sagt Prof. Dr. Stefan Lechtenböhmer, Leiter der Abteilung Zukünftige Energie- und Mobilitätsstrukturen am Wuppertal Institut.

Die Studie entstand innerhalb des Projekts "PoR Transport“ und untersuchte außerdem, welche Auswirkungen eine tiefgreifende Klimaschutzstrategie in Europa auf die Transport- und Logistikaktivitäten des Rotterdamer Hafens hätte und gibt entsprechende Empfehlungen. Im Jahr 2015 beliefen sich die CO2-Emissionen des Industrieclusters im Hafen Rotterdam auf rund 30 Millionen Tonnen. Das entsprach 18 Prozent der Gesamtemissionen der Niederlande

Emissionen um 50 Prozent verringern

Im April 2018 legte die Internationale Seeschifffahrtsorganisation der Vereinten Nationen "International Maritime Organization" (IMO) erstmals die lange geforderte Strategie zur absoluten Minderung der Treibhausgasemissionen innerhalb der internationalen Schifffahrt vor. Diese sieht vor, die Emissionen bis 2050 um mindestens 50 Prozent gegenüber 2008 zu senken und den Trend der ansteigenden Emissionen möglichst rasch zu stoppen. Zuvor hatten viele Mitgliedsstaaten der Europäischen Union darunter Deutschland und die Niederlande, anspruchsvolle Ziele und schnelle Aktivitäten von der IMO gefordert.

In Kürze erscheint die vollständige Studie, inklusive aller zentralen Ergebnisse und Details zum Projekt, die auf der Website des Wuppertal Instituts und kann dort abgerufen werden.