Wuppertal wird eine von vier „Digitalen Modellkommunen“ in Nordrhein-Westfalen. Das gab Landeswirtschaftsminister Andreas Pinkwart am Freitag (12. Januar) bekannt und löste damit große Freude bei Oberbürgermeister Andreas Mucke aus. Kein Wunder: Hatte er doch bei Pinkwart für den Standort Wuppertal geworben. „Wuppertal wird als digitale Vorreiterkommune zur Blaupause für andere Kommunen im Land“, stellte Mucke fest.

Wichtiger Schwerpunkt der Digitalisierung wird die Verwaltung sein: Bürger sollen künftig mehr Anliegen digital erledigen können, die Verwaltung ihre Arbeit digital erledigen – also zum Beispiel Akten elektronisch führen. Für diese zentrale Aufgabe der Verwaltung im Rahmen des Modellprojektes zeichnet Stadtdirektor Johannes Slawig verantwortlich, zu dessen Geschäftsbereich die städtische Informationstechnik und das eGovernment gehören.

Digitales Bürgerportal

Zu den Plänen zähle beispielsweise ein digitales Bürgerportal, über das Wuppertaler künftig bequem von zu Hause Ämtergänge erledigen können sollen. Dies sei in Ansätzen zwar schon jetzt möglich, so Slawig, solle aber einfacher und schneller werden. Auch die Einrichtung eines Bürgerhauses, in dem die gängigsten Dienstleistungen gebündelt werden sollen, sei Teil der Strategie. Gleichzeitig gehe es darum, die Stadtverwaltung und andere Dienstleister, Institutionen und Organisationen intelligent miteinander zu vernetzten und zu steuern. „In die Entwicklung zur „intelligenten Stadt“ werden Akteure der Zivilgesellschaft, der Wirtschaft und der Bergischen Universität eingebunden“, versichert der Oberbürgermeister. „Wuppertal bleibt damit nicht nur als Wirtschaftsstandort wettbewerbsfähig, sondern durch eine vernetzte Steuerung von Energie, Mobilität, Wirtschaft und Bildung lassen sich Ressourcen sparen“, ist der OB sicher.

Wissenschaftliche Begleitung

Die digitalen Modellkommunen werden zudem wissenschaftlich begleitet. Die Ergebnisse der einzelnen Projekte sollen übertragbar sein auf andere Kommunen und Regionen, im Rahmen des gesamten Prozesses sollen die Modellkommunen zudem voneinander lernen. Die Koordination in Wuppertal wird ein Projektbüro übernehmen, das direkt im Geschäftsbereich des Oberbürgermeisters eingerichtet wird. Als Gesamtverantwortlicher für die Projektsteuerung zeichnet Oberbürgermeister Mucke, die Stellvertretung übernimmt Stadtdirektor Slawig.