Nur für einen kurzen Stopp blieb dem Handball-Zweitligisten Bergischer HC nach dem 29:12-Auswärtserfolg in Coburg Zeit. Am Samstag (23. Dezember) zurückgekehrt, ging es schon am heutigen ersten Weihnachtsfeiertag (25. Dezember) wieder auf die Autobahn. Diesmal gen Osten, in die sächsische Landeshauptstadt Dresden.

„Dresden hat in unserer Vorbereitung noch keine Rolle gespielt“, hatte BHC-Cheftrainer Sebastian Hinze schon vor der Fahrt nach Oberfranken erklärt. Er ist die beiden letzten Spiele des Jahres wie einen Doppelspieltag angegangen. Denn, klar, am Heiligen Abend hatte die Mannschaft frei bekommen.

„Taktisch bereiten wir uns in der Einheit am Montagmorgen vor, bevor wir nach Dresden aufbrechen. Da das Spiel mit Anwurf um 17 Uhr recht früh ist, machen wir uns am Spieltag morgens vor Ort nur kurz mit dem Boden in der Ballsport-Arena bekannt“, um dann beim Aufsteiger das letzte Spiel des Jahres 2017 mit einem Auswärtssieg abzuschließen.“ Die Chancen dafür schätzt „Sepp“ Hinze nicht schlecht ein: „Dresden ist nicht so stabil über die Hinrunde gekommen, wie ich es erwartet hatte. Ich bin ein wenig überrascht, dass sie zu Hause nicht so kontinuierlich gepunktet haben – das wollen wir ausnutzen.“

Dresden sieht sich selbst als krassen Außenseiter

Für die Dresdner ist die Partie mental sicherlich das leichteste Spiel des Jahres, denn sie sind krasser Außenseiter. Ihr Co-Trainer meint sogar: „Wir sind mehr als krasser Außenseiter.“ Wie gut der HC Elbflorenz die 27:32-Heimniederlage am Freitagabend gegen Emsdetten weggesteckt hat, muss sich zeigen. Eines ist klar, die Dresdner müssen sich vor allem in der Deckung massiv steigern, wollen sie dem Favoriten überhaupt das Leben schwer machen. Der Wille, den BHC solange wie möglich zu ärgern, ist da. Der Kader wird dabei der gleiche wie gegen Emsdetten sein. Die Mannen von HC-Trainer Christian Pöhler wollen im letzten Spiel des so erfolgreichen Dresdner Handballjahres 2017 noch einmal alles geben. Dabei hoffen sie wieder auf große Unterstützung von den Rängen. An den Fans lag es zuletzt auf keinen Fall, ganz im Gegenteil. Keiner der anderen Aufsteiger hat bisher im Schnitt mehr Zuschauer als der HC. Fast 1.700 Zuschauer kamen bis jetzt im Schnitt.

Die Dresdner haben angekündigt, sowohl am 25. als auch am Spieltag, dem 26. Dezember, noch einmal zu trainieren, um optimal vorbereitet zu sein. Der aktuell Tabellen-13. hat nur zwei Punkte Vorsprung vor den Abstiegsrängen.