BHC am Ende nicht vom Glück begünstigt

BHC-Torwart Christopher Rudeck (Foto: BHC/A. Fischer)

Ja, da war mehr drin für den Bergischen HC im Heimspiel der Handball-Bundesliga gegen den SC DHfK Leipzig. 19:15 und 24:20 lagen die Gastgeber vorne. Doch die Gäste steckten niemals auf, und zum Schluss war das Glück nicht Partner des BHC, der in den letzten drei Angriffen gleich zwei Mal den Pfosten traf. Am Ende hieß es so 31:31 (19:16).

Nachdem die Sirene bereits erklungen war, hatte Mads Andersen noch die Gelegenheit zur Schluss-Pointe. Der Däne hatte per direktem Freiwurf noch die kleine Chance, den BHC zum Sieger zu machen – was ihm in zwei der jüngsten drei Heimspiele zuvor auf unterschiedliche Art und Weise mit dem letzten Wurf gelungen war. Andersens Versuch blieb diesmal aber in der Leipziger Deckung hängen.

Noch ein solches „Finale Furioso“ hätte auch nicht ins Bild der Partie gegen Leipzig gepasst, denn großes Glück hatte der BHC auch in den Minuten zuvor nicht gehabt. Linus Arnesson scheiterte bei seinen letzten Versuchen zum möglichen 32:30 zwei Mal am Pfosten und ein Mal an Domenico Ebner im Tor des SC DHfK. Wäre der Ball hineingegangen, hätte der BHC wohl entscheidend geführt. So aber konnte Viggo Kristjansson das Match 15 Sekunden vor dem Ende noch ausgleichen.

Rudecks Sahne-Tag
Mehrere Male hatten die Gastgeber zuvor die Weichen in Richtung eines Heimsieges vor 2.259 teils extrem lauten Fans in der Wuppertaler Unihalle gestellt. Zu Beginn lagen die „Löwen“ zwar auch immer wieder mit einem Tor zurück, doch dann kam Christopher Rudeck zwischen die Pfosten. Der nach einem Muskelbündelriss wieder gensene Keeper hatte einen Sahne-Tag erwischt. Immer wieder entschärfte er teils hochkarätige Chancen und hatte damit Anteil an den besten Phasen seiner Mannschaft.

Beide Teams leisteten sich nur wenige Fehler im Angriff. Als Elias Scholtes einen Schritt zu viel auf dem Weg zur möglichen 20:15-Halbzeitführung machte, erwischte es die Bergischen gleich doppelt bitter. Scholtes bekam zwei Minuten, weil er aus der Bewegung heraus noch geworfen und daher den Ball nicht direkt abgelegt hatte. Dazu kam, dass Matej Klima in allerletzter Sekunde auch noch auf 16:19 für den SC DHfK verkürzte.

Der BHC-Vorsprung schrumpfte nach der Pause auf 20:19, ehe Yannick Fraatz, Linus Arnesson und zwei Mal Noah Beyer auf 24:20 stellten. Doch auch dieser Vorsprung reichte nicht. Die Gastgeber ließen ein paar Chancen liegen und kassierten einen Stürmerfoul-Pfiff, den in der Halle niemand wahr haben wollte. Wenn aber Leipzig am Drücker war, kam immer wieder Rudeck dazwischen. Dennoch: Auch weitere durch Tim Nothdurft herausgeworfene Zwei-Tore-Vorsprünge waren nicht von Nachhaltigkeit geprägt, so dass sich eine dramatische Schlussphase bereits andeutete.

Fünf Minuten ohne Tor
Frederik Ladefoged traf sechs Minuten vor dem Ende zum 30:29, Linus Arnesson versenkte eine Minute später zum 31:30. Fünf Minuten lang blieb die torreiche und zum Teil hochklassige Partie nun ohne zählbaren Erfolg – was fast ein Kuriosum darstellte. Rudeck schraubte seine Bilanz auf 14 Paraden und eine Quote von 40 Prozent hoch. Zum Sieg sollte es dennoch nicht reichen.

BHC-Cheftrainer Jamal Naji: „Aus unserer Sicht ist es heute ein verlorener Punkt. Da müssen wir, wenn man den Verlauf des Spiels sieht, nicht drumherum reden. Man muss Leipzig zugutehalten, dass sie sich nicht haben abschütteln lassen. Nüchtern betrachtet lassen wir in den letzten fünf Minuten aber vier hochprozentige Matchbälle liegen. In der Phase müssen wir den Sack einfach zu machen.“

  • Bergischer HC: Johannesson, Rudeck – Beyer (7/2), Nothdurft (3), Andersen (3), Stutzke (1), Morante (1), Babak, Arnesson (6), Ladefoged (3), Seesing (2), M´Bengue, Scholtes (1), Fraatz (4), Reimer.

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