Gut sieben Stunden und knapp 600 Kilometer sind die BHC-Handballer seit Freitagmittag (17. November) unterwegs. Ziel ist Konstanz an der Schweizer Grenze. Ziel ist es trotz der Strapazen am Samstag (18. November) bei der HSG Konstanz die nächsten beiden Punkte in der 2. Handball-Bundesliga einzufahren. Wegen der großen Entfernung findet das Abschlusstraining am Bodensee statt.

Dass der verlustpunktfreie BHC beim Tabellenvorletzten der klare Favorit ist, steht außer Frage. Doch dass solche Spiele nicht von der Papierform her entschieden werden, haben die „Löwen“ erst kürzlich mit dem Auswärtssieg in letzter Sekunde in Wilhelmshaven erfahren. „Wir sind der Favorit, ja – doch es wird eines der schwersten Auswärtsspiele der Saison“, mahnte BHC-Cheftrainer Sebastian Hinze vor der Abfahrt in den Süden und ergänzt: „Wir haben natürlich eine höhere Qualität als Konstanz, aber die müssen wir auch zwingend und kompromisslos abrufen.“ Die Stärken der Gastgeber sieht Hinze

im bedingungslosen Tempohandball auf eigener Platte, angetrieben von einem begeisterungsfähigen Publikum im Rücken. Nicht ohne Grund hat sich die Konstanzer Schänzle-Sporthalle den Spitznamen „Schänzle-Hölle“ verdient. „Wir geben 110 Prozent und sehen dann, was dabei rauskommt“, formuliert Andreas Melchert, sportlicher Leiter der HSG, vorab den Willkommensgruß an die Gäste aus dem Bergischen Land und erwartet für sein Team und die Zuschauer ein „extremes Highlight“.

Der BHC wird wieder selbstbewusst seine mannschaftliche Geschlossenheit und individuelle Qualität für einen erfolgreichen Abend zu nutzen versuchen, denn die weiße Weste soll die Gäste auch weiterhin gut kleiden. Dabei kann Sebastian Hinze aktuell weiterhin nicht auf Csaba Szücs, Bastian Rutschmann und an diesem Wochenende auch nicht auf den gegen Emsdetten stark auftrumpfenden Maciej Majdzinski zurückgreifen. Er wird wegen Problemen am Sprunggelenk geschont.