Handball-Zweitligist Bergischer HC hat das letzte Heimspiel des Jahres 2017 klar gewonnen. Vor 2.677 Zuschauern in der Wuppertaler Unihalle siegten die „Löwen“ gegen den HC Rhein Vikings souverän mit 34:28 (19:11). Nur in der Anfangsphase konnten die Landeshauptstädter den BHC ein wenig ärgern, ehe die Hausherren früh die Richtung zu einen ungefährdeten Heimsieg einschlugen.

Mit einem weit herausgerückten Christian Hoße, in der letzten Saison noch beim BHC, der den Spielaufbau von BHC-Mittelmann Linus Arnesson stören sollte, stellten sich die Vikings den Gastgebern entgegen – doch die Bergischen legten vor. Mit dem zweiten Ex-„Löwen“ Nils Artmann stellten die Gäste einen weiteren Spieler weit vor die Abwehr, nun auf die Füße von Tomas Babak im linken Rückraum. Sebastian Hinze reagierte nach dem 8:7 (15.) mit einer Auszeit, denn die taktische Maßnahme der Landeshauptstädter griff: Hoße glich zum 8:8 (16.) aus. Die Antwort der „Löwen“ folgte aber postwendend, denn Darj und Gunnarsson erhöhten schnell wieder auf 10:8 (18.), und der BHC nahm weiter Fahrt auf. Bis zur Halbzeitpause zogen die Hausherren ihre Angriffe aus einer sattelfesten Abwehr weiter konsequent durch und distanzierten die Gäste mit einer Serie von sechs Treffern in Folge auf 19:11.

Die Vikings versuchten auch nach der Pause in ihren Angriffen mit dem siebten Feldspieler der Überlegenheit der Löwen entgegenzuwirken – doch das verwaiste Gehäuse nutzte BHC-Schlussmann Christopher Rudeck nach einer Parade zum 27:17 (40.) per erfolgreichem Fernwurf. Als die Gäste den Rückstand wieder auf acht Treffer reduziert hatten, stellte BHC-Coach Sebastian Hinze offensiv auf den zusätzlichen Feldspieler um, um die Rheinländer defensiv zurückzudrängen. Sein Team ließ in der verbleibenden Spielzeit nichts mehr anbrennen, auch wenn die Spieler etwas Fahrt herausnahmen. Am Ende verabschiedeten die Fans den zum Jahresende scheidenden BHC-Sportdirektor Viktor Szilágyi mit stehenden Ovationen.

Stimmen

Sebastian Hinze: „Offensiv kann man der Mannschaft 45 bis 50 Minuten eine gute Listung bescheinigen. Wir haben da auch über die Breite angegriffen, was gut geklappt hat. In der letzten Viertelstunde schalten wir einen Gang zurück, das gefällt mir nicht so gut. Wir machen dann in der Abwehr Systemfehler, die wir vorher nicht gemacht haben.
Viktor Szilágyi: „Ich hatte viele letzte Male beim BHC, aber heute ist es wohl wirklich ein letztes Mal. Ich freue mich noch auf die beiden Auswärtsspiele, denn es macht jede Sekunde Spaß mit diesem Trainer und dieser Mannschaft zu arbeiten. Mein Dank geht an alle Fans. Das sind Momente, die ich nicht vergessen werde.“

Aufstellung

BHC: Rudeck (1), Rutschmann, Boieck – Kotrc (6), Artmann (2), Gutbrod (2), Szücs, Bettin (1), Arnesson (3), Babak (2), Darj (4), Petrovsky (1), Nippes (1), Criciotoiu, Majdzinski (1), Gunnarsson (10/3).