Erst in den Schlussminuten machte der Bergische HC zum Beginn des dritten Doppelspieltages in der 2. Handball-Bundesliga den 22. Sieg im 23. Spiel der Saison perfekt. Die „Löwen“ besiegten den VfL Eintracht Hagen vor 2.208 Zuschauern in der Solinger Klingenhalle mit 26:23 (14:13).

Früher Torwartwechsel

Dabei taten sie sich zu Beginn ungewohnt schwer, obwohl Bastian Rutschmann gleich die erste Parade zeigte und Max Darj nach einem Anspiel von Linus Arnesson per Schwedenkombi zum 1:0 (2.) traf. Fortan rannte der BHC allerdings einem Rückstand hinterher, bis dann erst Maciej Majdzinski und gleich darauf Arnor Gunnarsson per Gegenstoß zur 7:6-Führung (12.) vollendeten. Defensiv bekam das Hinze-Team den VfL noch nicht zu packen, und Coach Sebastian Hinze wechselte früh Christopher Rudeck für Bastian Rutschmann zwischen die Pfosten.

Hagen glich stets aus

Offensiv lief es nun etwas besser mit der BHC-Schussauswahl, doch hinten fand Hagen weiterhin erfolgreich den Weg durch die Deckung und glich stets aus. Auch nach der Pause stotterte der BHC-Motor. Mit dem Anbruch der Schlussviertelstunde und dem Zwischenstand von 20:19 war klar, dass es nur über Willen und Kampf ein erfolgreicher Abend für den Bergischen HC werden würde. Majdzinski kam mit viel Zugkraft und Tempo zu zwei Treffern während einer Hagener Strafzeit zum 22:19 (47.). In der Crunchtime hielten die „Löwen“ den Vorsprung bei plus drei Treffern. Kristian Nippes und dann Arnor Gunnarsson verpassten nach dem 26:23 (56.) weiter nachzulegen. Sie scheiterten frei an Dragan Jerkovic, doch am Ende ging es gut aus für den Spitzenreiter.

BHC-Trainer Sebastian Hinze: „Mir wurde die Verantwortung zu oft an den Nebenmann abgegeben. Aber die Jungs haben den Willen gezeigt, dieses Spiel trotzdem zu gewinnen.“

  • BHC: Rutschmann, Rudeck – Kotrc (3), Artmann (2), Gutbrod, Bettin (2/2), Arnesson (2), Szücs, Nippes (1), Darj (2), Petrovsky (1), Criciotoiu, Majdzinski (7), Gunnarsson (6).