Das Statement von Trainer Sebastian Hinze nach dem Spiel des Bergischen HC in Wilhelmshaven sagt eigentlich alles:„Wir brauchen nicht drum herum reden, dass wir hier glücklich zwei Punkte geholt haben.“ Der verlustpunktfreie Spitzenreiter der 2. Handbakl-Bundesliga hatte vor 1.157 Zuschauer beim Wilhelmshavener HV mit 27:26 (13:11) gewonnen. Max Darj sorgte dabei mit seinem Treffer vier Sekunden vor Spielende dafürt, dass die „Löwen“ ihre weiße Weste behielten. Es war sein einziger Torerfolg in diesem Spiel.

Beide Mannschaften durchlebten eine durchaus zerfahrene Anfangsphase mit unsauberen Anspielen, Ballverlusten, Fehlversuchen und dem ersten Treffer nach gut vier Minuten. Im weiteren Verlauf brachten die Bergischen mehr Kontrolle ins Spiel und damit auch weiteren Torabstand auf die Anzeigetafel. Fünf Tore legten sie vor, doch die Gastgeber holten bis zur Pause auf.

Gleich nach dem Wiederanpfiff hatte der WHV die Chance per Siebenmeter weiter zu verkürzen, doch Smits hatte die Rechnung ohne Christopher Rudeck gemacht, der den Strafwurf mit langem Bein erfolgreich entschärfte. Die Gastgeber blieben davon unbeeindruckt und hielten den Druck auf den BHC hoch. Ergebnis: Beim 15:16 war der Anschluss geschafft. Der BHC verhinderte jedoch aus der 5:1-Deckung heraus erfolgreich den Ausgleich, setzte sich wieder auf drei Tore zum 19:23 (45.) ab.

Vier Minuten vor Schluss bebte die Halle nach Wilhelmshaven 25:25-Ausgleich. In der hektischen Schlussphase vergab Arnor Gunnarsson gleich zwei Siebenmeter in Folge, die Partie ging so mit 26:26 in die noch 90 Sekunden verbleibende Crunchtime, die Max Darj vier Sekunden vor der Schlusssirene mit dem hart umkämpften Siegtreffer entschied.

„Wir blicken auf gewonnene zwei Punkte mit einer Leistung, über die wir reden müssen“, stellte Sebastian Hinze fest.

Bergischer HC: Rudeck, Olbertz – Kotrc (3), Artmann, Gutbrod (1), Bettin (1), Arnesson (5), Babak (2), Darj (1), Petrovsky (3), Nippes (2), Criciotoiu, Majdzinski, Gunnarsson (9/4).