Nicht umsonst hatte der WSV auf seiner Facebook-Seite im Rahmen eines Gewinnspiels nach dem letzten Ergebnis gegen KFC Uerdingen gefragt. Denn da gibt es überaus positive Erinnerungen. Mit einem erneuten 2:0-Erfolg gegen die Seidenstädter wie am 12. März 2016 im Oberliga-Spiel in der Grotenburg könnten Trainer, Mannschaft, Vorstand und Fans sicher sehr gut leben. Vom 5:0-Sieg ein halbes Jahr zuvor vor über 4.000 Fans im Stadion am Zoo ganz zu schweigen.

Aber: Die Karten für die Partie am Samstag (4. November) sind neu verteilt. Die Krefelder Vorstädter haben viel Geld in die Hand genommen und sich erheblich verstärkt. Sie sind als Titelfavorit in die Saison gegangen und führen die Tabelle auch – mit einem Punkt vor Viktoria Köln – an. Sieben Punkte liegt der WSV auf Platz sechs dahinter zurück. WSV-Trainer Stefan Vollmerhausen mag da nicht von einem Spitzenspiel reden. Dennoch hofft Vollmerhausen auf ein „gutes Spiel“, verspricht den Zuschauern zumindest aufopferungsvoll zu kämpfen. Von einem „Spitzenspiel“ will er indes nicht sprechen: „Die Saison hat gezeigt, dass Uerdingen eine Spitzenmannschaft ist, die Saison bisher hat aber auch gezeigt, dass wir noch keine sind.“

Ganz wichtig für den WSV ist die Partie auch aus finanzieller Sicht. Bislang liegen die Rot-Blauen deutlich unter dem geplanten Zuschauerschnitt. Jetzt, gegen die attraktiven Gegner qwie eben Uerdingen, RW Essen und Wattenscheid 09 muss auch die Kasse klingeln. Sportvorstand Manuel Bölstler hofft, dass 4.000 Zuschauer die Stadiontore passieren werden. Allein aus Krefeld erwartet die Wuppertaler Polizei bis zu 1.000 Fans.