In einem Nachholspiel der Rollhockey-Bundesliga besiegte der RSC Cronenberg die RESG Walsum mit 7:6 (6:6/2:2) nach Verlängerung. Dabei verkrafteten die Cronenberger gleich viermal einen Rückstand. Die Gäste allerdings schlugen sich quasi selbst, weil sie fünf Strafstöße nicht im Tor unterbrachten.

Anfangs lief es ganz nach den Vorstellungen der Walsumer: Per Doppelpack gingen sie bis zur 12. Minute in Führung. Danach aber hielt RSC-Schlussmann Fynn Hilbertz seinen Kasten dicht und sorgte damit für Selbstbewusstsein bei seinen Mitspielern. Otto Platz und Jordi Molet (per Penalty) glichen bis zur Pause aus.

Walsum dominiert das Spiel

Auch der Start in den zweiten Durchgang gelang den Duisburgern nach Maß. Den neuerlichen Rückstand glich erneut Molet mit seinem zweiten Strafstoßtreffer aus. Dennoch: Die „roten Teufel“ vom Niederrhein dominierten das Spiel, was sich schließlich auch in der neuerlichen 5:3-Führung (43.) ausdrückte. Doch auch dieser Vorsprung hielt nicht bis zum Ablauf der Uhr. Erneut ließ sich Jordi Molet den Direkten nicht nehmen, und Kay Hövelmann besorgte wenig später den 5:5-Ausgleich.

Als die Gäste in der Alfred-Henckels-Halle gut 90 Sekunden vor dem Ende das 6:5 markiert hatten, schien das Pendel allerdings doch zu ihren Gunsten auszuschlagen, zumal sie nur zehn Sekunden darauf nach dem 15. RSC-Teamfoul einen Direkten erhielten – und an Fynn Hilbertz scheiterten. Aber den Cronenbergern reichte eine Überzahl zum 6:6-Ausgleich, den erneut Spielertrainer Molet erzielte.

Siegtreffer 68 Sekunden vor Schluss

Also Verlängerung. Die mussten die Hausherren in Unterzahl beginnen, da sich in der kurzen Pause Benjamin Nusch eine Zwei-Minuten-Strafe eingehandelt hatte. Aber Walsum ließ diese Chance ebenso ungenutzt verstreichen wie den Strafstoß nach dem 20. RSC-Teamfoul (57.). Und so folgte, was folgen musste: 68 Sekunden vor dem Ende drückte Kay Hövelmann die Kugel zum Cronenberger Triumph über die Linie.

  • RSC Cronenberg: Hilbertz, Soriano – Bernadowitz, Molet (4), Platz (1), Nusch, Hövelmann (2), Rath, Riedel, Seidler.