Jahrzehntelang galt Friedhelm Runge (Foto links; Quelle: emka.com) als der Garant für das Weiterbestehen des Wuppertaler SV. Mit Krediten und Bürgschaften hatte er den Verein über 20 Jahre lang „am Leben gehalten“. Unumstritten war der erfolgreiche Unternehmer dabei nie. Aber eben auch, wie es schien, unverzichtbar, Nach seinem Ausscheiden aus der Führungsetage ging der WSV mit einem neuen Vorstand 2013 bewusst in die Insolvenz.

Strittig blieb dabei eine sogenannte Patronatserklärung des früheren Präsidenten, die der in Zusammenhang mit dem Lizenzantrag für die 3. Liga zu Gunsten des Vereins abgegeben hatte. In einer Pressekonferenz am Donnerstag (14. Dezember) haben sich Runge und sein Rechtsanwalt Holger Linderhaus zu dieser Erklärung geäußert, die der Insolvenzverwalter des WSV zum Anlass genommen hatte, zwei Millionen Euro bei Runge einzuklagen. Der Prozess endete mit einem Sieg von Runge.

Rechtsanwalt Linderhaus (Foto rechts; Quelle: lsl-legal.de) sah die Möglichkeit, dass die Staatsanwaltschaft in Zusammenhang mit der Patronatserklärung ermitteln könnte. Denn die sei ursprünglich nur dafür abgegeben worden, um den Aufstiegsfall abzusichern. Irgendjemand habe sie später, so Linderhaus, aus einer gebundenen und gesiegelten Akte herausgenommen, um damit eine generelle Zahlungsverpflichtung Runges zu begründen. Wenn dies absichtlich geschehen sein, so der Anwalt weiter, sei dies möglicherweise als Prozessbetrug und Urkundenfälschung zu werten.