Am 16. Spieltag der 2. Handball-Bundesliga hat es den Bergischen HC erwischt. Mit der 25:30 (13:18)-Heimniederlage im Topspiel gegen den VfL Lübeck-Schwartau gab es die ersten Punktverluste der Saison.

Mit zwei Kreisläufern und dem siebten Feldspieler machten es die Gäste der BHC-Defensive von Beginn an schwer. Nach 4:4 setzte sich der VfL auf 5:10 ab. BHC-Trainer Sebastian Hinze versuchte den Gegner in seinem Offensivdrang mit der 5:1-Deckung einzuschränken, doch es lief – auch offensiv – noch nicht viel zusammen bei den Hausherren, die sich erstmals in dieser Spielzeit mit dem 6:14 (21.) einem hohen Rückstand ausgesetzt sahen. Mit drei Toren in Serie konnten die Hausherren in der Folgezeit auf 11:16 (26.) verkürzen, doch die Hansestädter ließen nicht locker und nahmen den Fünf-Tore-Vorsprung mit in die Kabinen.

Ebenfalls mit dem siebten Feldspieler agierend kamen die „Löwen“ zurück auf die Platte, und Leos Petrovsky erzielte gleich das 14:18, doch die Antwort der Gäste folgte postwendend mit dem 14:20 (36.). Es war noch knapp eine Viertelstunde zu spielen, als die Bergischen auf drei Treffer verkürzten, doch der VfL legte wenige Minuten später wieder auf 20:26 (50.) vor. Jetzt war schon ein Kraftakt vonnöten, um in den verbleibenden Minuten noch zu verhindern, dass die weiße BHC-Weste erste Flecken bekam. Mit dem 23:29 (55.) merkten die 2.375 Zuschauer in der Solinger Klingenhalle, dass es für den BHC gegen eine taktisch und kämpferisch top eingestellte Mannschaft am Ende nichts zu holen gab.

BHC-Trainer Sebastian Hinze: „Wir haben heute nicht das geschafft, was uns in den letzten Wochen ausgezeichnet hat. Wir müssen in der schlechten Phase Lösungen finden, um den Lauf zu stoppen. Das ist uns bisher immer gelungen. Heute nicht. Deshalb sehe ich auch keinen Grund, extrem kritisch mit der Mannschaft umzugehen. Sie ist im Aufbau. Hoffentlich gelingt es uns beim nächsten Mal wieder. Alle haben es heute gewollt, waren aber nicht in der Lage, bei sieben Toren Rückstand so viel Druck aufzubauen, dass Schwartau seinen Spielstil verliert und Stress bekommt.“

Bergischer HC: Rudeck, Boieck – Kotrc (2), Artmann (1), Gutbrod (6), Bettin, Dell, Arnesson (5), Babak (1), Darj (1), Petrovsky (2), Nippes (1), Criciotoiu (2), Majdzinski (2), Gunnarsson (2/2).