Zehn Spiele hat der Bergische HC in der 2. Handball-Bundesliga noch zu absolvieren. Mit 52:4 Punkten stehen die „Löwen“ unangefochten an der Spitze, haben 13 Punkte Vorsprung vor einem Nicht-Aufstiegsplatz. Mit einer derartigen Dominanz des Erstliga-Absteigers hatte im Vorfeld der Saison niemand gerechnet. Am Samstag kommt nun der Tabellenvierte aus Rimpar zum Topspiel (Anpfiff 19 Uhr) in die Wuppertaler Unihalle.

Abwehr zu knacken die größte Herausforderung

Eine derartige Siegesserie sei keine Selbstverständlichkeit, meint BHC-Trainer Sebastian Hinze, will aber am Samstag (31. März) gegen die DJK Rimpar Wölfe die nächsten Punkte einfahren. Das Hinspiel in Würzburg gewannen die Löwen mit 25:24 – ein Ergebnis, das einen knapperen Spielverlauf suggeriert, als er tatsächlich war. „Aber wir stehen sicherlich vor einer knackigen Aufgabe“, vermutet Hinze, „Rimpar verteidigt aggressiv und hat ein sehr gutes Spiel über die Kreisposition.“ Respekt zollt der BHC-Coach auch der Rimparer Spielsteuerung von Patrick Schmidt oder Benjamin Herth auf der Mitte. Die größte Herausforderung sieht er aber darin, die Abwehr zu knacken. „Der siebte Feldspieler könnte wieder eine Option sein“, weiß der Coach, der voraussichtlich auf einen unveränderten Kader zurückgreifen kann. Nur Jonas Dell fällt mit einem Bänderriss weiterhin aus.

Erstes Spiel 2018 in Wuppertal

Zum ersten Mal treten die Löwen dieses Jahr in der Unihalle an. „Akklimatisiert sind wir dort sowieso, weil wir immer unser Abschlusstraining in Wuppertal haben“, erläutert Hinze, „aber während der Osterferien hat die Klingenhalle zu, so dass wir die ganze Woche unsere Halleneinheiten an der Uni hatten.“ Seiner Mannschaft attestiert der Coach eine herausragende Arbeitsmoral: „Niemand ruht sich auf Ergebnissen aus.“ Die seien derzeit ein sehr positiver Begleitumstand. Sollten sie mal fehlen, gelte es dennoch, den Fokus zu halten.

Denn trotz aller Euphorie ist Hinze klar: „Wir sind noch nicht fertig. Wir müssen immer unsere Grenze erreichen, sonst verlieren wir Spiele.“ Gefährlich genug sind die Rimpar Wölfe als Tabellenvierter sowieso.