Die Leichtathleten in Wuppertal haben sich neu organisiert und bereits die ersten Erfolge eingefahren. Seit Jahresbeginn ist der neue Verein Leichtathletik Zentrum (LAZ) Wuppertal am Start. Von den überregional bekannten Leichtathleten des Wuppertaler SV wurde der Verein gegründet. Erfreulich dabei ist, dass die Athleten nicht den einfachen Weg gegangen sind und sich den Großvereinen in der Nachbarschaft – Leverkusen, Düsseldorf, Dortmund, Wattenscheid – angeschlossen haben. So gibt es in Wuppertal weiterhin Spitzen-Leichtathletik.

Geschichte wiederholt sich

Vor 40 Jahren gab es einen ähnlichen Schritt schon einmal. Da trat der Polizei Sportverein Wuppertal aus der Leichtathletikgemeinschaft mit dem WSV aus. Grund war der damalige Niedergang des WSV-Fußballs nach der kurzen Bundesliga-Ära. Das Geld wurde damals in den Fußball investiert, nicht mehr in die damals sehr erfolgreichen Leichtathleten. Die Gründe werden 2017/18 nicht viel andere sein.

Der WSV hat sich auf seiner Internetseite bei der Abteilung Leichtathletik für zehn Jahre treue Mitgliedschaft im Verein bedankt. Da heißt es: „Der Vereinsvorstand hat Verständnis für die gewünschte finanzielle Weiterentwicklung und wünscht allen Athleten für die zukünftigen sportlichen Wettbewerbe als „Leichtathletik Zentrum Wuppertal“ viel Erfolg.

Erste Starts - erste Erfolge

Erste Erfolge kann der junge Verein bereits vorweisen. So Tom Ediger (U18), der beim Hochsprungmeeting in Clarholz als Zehnkämpfer hier alle auf Hochsprung spezialisierten Teamkollegen, Tschechen und Niederländer bezwang. Als einziger überwand er 1,91 m und meisterte alle Höhen im ersten Versuch.

Bei den U18-Hallenmeisterschaften knüpfte Ediger an seine bestechende Form an und übersprang als einziger die 1,84 m und ließ die neue Besthöhe von 1,94 m auflegen, die er im drittem Versuch hoch übersprang. Und bei den Nordrhein-Meisterschaften legte der 16-Jährige noch zu. Mit 2,01 Meter holte sich der Zehnkämpfer der Titel - gegen die gesamte Konkurrenz der Spezialisten.

Sophie Bleibtreu (U18) gewann bei den U18-Hallenmeisterschaften den Titel im 60m-Lauf in neuer Bestzeit von 7,86 sec. Damit setzte sie sich auf Rang sechs der Deutschen Bestenliste.

Jan-Marcel Kezmann feierte bei den Regional-Sprintmeisterschaften gleich doppelt. Im 60m-Finale der Männer setzte er sich mit starken 7,17 sec. durch und feierte mit Trainingspartner Mathis Giesen einen Doppelsieg über 200 m. Kezmann gewann in bärenstarken 22,45 sec. vor Giesen in 22,95 sec. Einen weiteren Doppelsieg gab es im Dreisprung der U20. Jana Rokitta siegte trotz Trainingsrückstand mit 11,48 m vor Katharina Kezmann (10,93 m).