Es war nun nicht ein Befreiungsschlag. Aber durchaus ein Statement, das 1:3 der Bergischen Volleys gegen den unbesiegten Spitzenreiter der Volleyball-Bundesliga, VfB Friedrichshafen. In der Wuppertaler Bayerhalle unterlag das Schlusslicht zwar mit 1:3, sicherte sich aber einen Satz und stand kurz vor dem Gewinn eines zweiten – was den ersten Saisonpunkt bedeutet hätte. 20:25, 26:24, 23:25, 14:25 hieß es am Ende der gut anderthalbstündigen Partie.

700 Zuschauer sahen absolut nicht die erwartete einseitige Partie „David gegen Goliath“. Stark, wie sie im zweiten Satz den 24:24-Ausgleich des Favoriten nach ihrer 24:21-Führung wegsteckten und den Durchgang nach 29 Minuten Spieldauer nach Hause brachten. Stark auch, wie die Bergischen sich im dritten Satz nicht unterkriegen ließen und nach Vier-Punkte-Rückstand auf 23:24 herankamen. Ganz klar: das war eine weitere Steigerung gegenüber den bisherigen Spielen und lässt für den weiteren Saisonverlauf durchaus hoffen.

Der australische Außenangreifer der Bergischen Volleys, Gerrard Lipscombe, sicherte sich den Titel „wertvollster Spieler der Partie“ bei den Verlierern. Die Partie gegen den gerade gekürten Supercup-Gewinner vom Bodensee wird zumindest gut sein für das Selbstvertrauen der Mannschaft von Trainer Johan Isacsson. Das können sie in der nächsten Partie, dem Viertelfinale um den DVV-Pokal (Sonntag, 26. November, 18 Uhr) in der Solinger Halle Wittkuller Straße gut gebrauchen. Auch gegen die United Volleys Rhein-Main sind sie in der Außenseiterrolle.