Es war angerichtet für einen perfekten Fußballnachmittag. Bestes Fußballwetter, über 20 Grad und ein Heimspiel im Stadion am Zoo – das zweite erst in die diesem Jahr. Und als Gegner des Wuppertaler SV der Tabellenvorletzte der Fußball-Regionalliga, TuS Erndtebrück. Top-Voraussetzungen also für ein Fußballfest. Es kam anders, ganz anders: Der völlig desolate Gastgeber ging beim 0:4 (0:2) vor 2.000 Zuschauern unter.

Arbeitsverweigerung

Im beruflichen Alltag gilt das, was die WSV-Spieler da ablieferten – oder besser: eben nicht ablieferten – als Arbeitsverweigerung, Abmahnung inklusive. Gleich der erste Treffer der Gäste zeigte die Einstellung der Wuppertaler: Nishiya brach durch über die rechte Seite, legte quer auf den völlig allein gelassenen Kadiata, der 1:0 (12.) trifft. Und dann diese Szene: Nach Foul an Topal tritt Christopher Kramer in der 18. Minute zum Elfmeter an - und scheitert an Keeper Jakusch. Und erneut ist es der WSV-Sturmführer, der in der 27. Minute am Schlussmann scheitert.

Kein Aufbäumen

Besser machten es die Wittgensteiner, die gleich ihre nächste Chance – erneut durch Kadiata – nutzten (28.). Nach der Pause kam kein Aufbäumen beim WSV – die Saison ist ja eh' gelaufen. Das zumindest spürte die Kulisse. Von Werbung für das Derby gegen RW Essen am Mittwoch (11. April) keine Spur. Und so leisteten die WSVer Schützenhilfe im Kampf gegen den Abstieg, denn Erndtebrück ließ sich zum dritten und vierten Treffer nicht lange bitten. Vielleicht aufgeschreckt durch einen Treffer von Enzo Wirtz beim Stande von 0:3, dem aber wegen Abseits die Anerkennung versagt blieb.

„Mit so einer Leistung und solchen Fehlern holst du keinen Punkt“, gab auch WSV-Trainer Christian Britscho hinterher zu.

  • WSV: Wickl – Windmüller, Heidemann, Uphoff, Blum (46. Cirillo), Schünemann (47. Wirtz), Mandt., Dowidat, Pagano, Topal, Kramer (63. Saric).
  • Tore: 0:1, 0:2 (12., 28.) Kadiala, 0:3 (53.) Kabashi, 0:4 (60.) Valentini.