Lieber lange Bauen bei laufendem Betrieb oder Bauzeit verkürzen durch Vollsperrung? Die Stadt hat die zweite Variante beim Umbau der B7 in Elberfeld gewählt. Und ist, eigenem Bekunden zufolge, gut damit gefahren. Nach anfänglichen Schwierigkeiten hatten sich auch die Autofahrer mehr und mehr damit arrangiert. Auch Straßen NRW hat das Experiment gewagt: Bei der Vollsperrung der A40 Mitte des Jahres.

Drei Brücken mussten saniert, ein Tunnel nachgerüstet, auf gut zehn Kilometern Autobahn Flüsterasphalt auf- und Lärmschutzwände angebracht werden. Bei laufendem Verkehr wäre das Arbeit genug für 24 Monate gewesen. Dank der Sperrung aber waren die Arbeiten an der Hauptverkehrsader des Ruhrgebiets innerhalb von drei Monaten erledigt.

Die A46 in Wuppertal ist ähnlich stark befahren wie die A40. Und sie ist seit Jahrzehnten mehr oder weniger eine Dauerbaustelle. Von außerhalb Anfang der 1980er Jahre Zugezogene berichten, sie hätten die Autobahn noch nie ohne irgendeine Baustelle erlebt. Und das soll, so der Plan von Straßen NRW, auf Wuppertaler Stadtgebiet auch in den nächsten sechs Jahren so bleiben. Martin Lorenz, Baustellenkoordinator der Stadt, hat deshalb im Verkehrsausschuss laut darüber nachgedacht, ob es nicht auch hier sinnvoll sei, die A46 drei Jahre lang dicht zu machen, um die anstehenden Sanierungsmaßnahmen in dieser Zeit komplett durchzuziehen.

Ob der Landesbetrieb da mitspielt, sich mit dem Vorschlag gar anfreunden kann, muss sich zeigen. Erfahrungen liegen ja vor – siehe A40. Bislang jedoch waren Gespräche zwischen Stadt und Straßen NRW eher weniger erfolgreich ...