Vielen ist der Rundfunkbeitrag ein Dorn im Auge. Kein Wunder, schließlich sind Haushalte hierzulande seit 2013 verpflichtet, eine einheitliche Gebühr an den Beitragsservice, der früheren GEZ, zu zahlen. Die Beiträge fließen an öffentlich-rechtliche Sender wie ARD, ZDF und Deutschlandradio. Dabei spielt es allerdings keine Rolle, wie viele Personen im Haushalt leben oder ob Fernseher, PC oder Radio da sind. Der monatliche Beitrag von 18,50  Euro bleibt immer gleich.

Sollte es euch in der Vergangenheit gelungen sein, sich vor dieser Zahlung erfolgreich zu drücken, so haben wir nun ganz schlechte Nachrichten für euch: Ab dem 6. Mai ist Schluss damit. Zum Stichtag 0 Uhr werden alle Daten der Einwohnermeldeämter an den Beitragsservice übertragen. Auf diesen Meldedatenabgleich hatten sich die Bundesländer geeinigt. Wer sich um den Rundfunkbeitrag drückt und bislang unentdeckt blieb, fliegt jetzt auf.

Doch nicht nur nur Leute, die bislang nicht gezahlt haben, werden Post bekommen: Auch wenn ihr kein Beitragskonto habt, werden sie euch angeschreiben, um zu klären, ob ihr in einem Haushalt lebet, in dem es bereits einen Zahler gibt. Da kommt besonders bei Wohngemeinschaften Freude auf! Ärger ist vorprogrammiert. Im übrigen könnte das für einige jetzt teuer werden: Der Rundfunkbeitrag ist auch rückwirkend fällig – und das bis 2013.

Finanzsorgen haben ARD, ZDF und Deutschlandradio nach Berechnungen der zuständigen Experten-Kommission nicht gerade. Für die laufende, 2020 endende Beitragsperiode erwartet die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) einen Überschuss von 544,5 Millionen Euro, wie der Vorsitzende Heinz Fischer-Heidelberger im Februar in Berlin mitteilte.